BFW begrüßt Sonderabschreibung für den Wohnungsbau: Ein wichtiger Schritt zu mehr bezahlbaren Wohnungen

Das Bundeskabinett hat die Einführung einer Sonderabschreibung zur Förderung des Wohnungsneubaus beschlossen. Diese soll nur genutzt werden können, wenn die Gebäudeherstellungskosten insgesamt nicht mehr als 3.000 € pro m² betragen und ist auf einen Anteil von 2.000 € der Gebäudeherstellungskosten pro m² Wohnfläche begrenzt.


BFW‐Präsident Andreas Ibel begrüßte, dass die Obergrenze für die Nutzung der
Förderung von ursprünglich vorgesehenen 2.200 € nun auf 3.000 € pro m² Wohnfläche erhöht wurde. „Besonders in den Metropolregionen liegen die Herstellungskosten des Gebäudes in der Regel deutlich höher als 2.200 € pro m². Unter anderem durch die Verschärfung der Energieeinsparverordnung Anfang 2016 werden die Herstellungskosten für Wohnungsneubau erneut eiter ansteigen. Es ist also mehr als sachgerecht, den Spielraum hier auf 3.000 € zu erhöhen“, so Ibel.


Damit sich auch private Investoren wieder verstärkt im Mietwohnungsbau engagieren, müsste aber auch die sogenannte Normalabschreibung von bisher 2 auf 3 % erhöht werden, womit der heute viel kürzeren Nutzungsdauer von Wohngebäuden Rechnung getragen würde.


Nur so kann eine breite Wohnungsbauoffensive angeschoben werden. Eine große Chance auf weiteren bezahlbaren Wohnraum könnte auch die Ausweitung auf Selbstnutzer bieten, denn die Mieten der frei werdenden Wohnungen dürften deutlich unter den Neubaumieten liegen. Die Sonderabschreibung ist ein wichtiger Baustein, um die Wohnungsknappheit in den Ballungsgebieten zu bekämpfen. Die geplante steuerliche Förderung muss nun zügig und sachgerecht umgesetzt werden, um weitere Verzögerungen bei Investitionen in den Wohnungsneubau zu vermeiden.

Thematisch passende Artikel:

BFW-Präsident zur Sonder-AfA: Es braucht mutige Entscheidungen, keine faulen Kompromisse!

„Die geplanten Grenzen der Sonderabschreibung gehen an der Realität vorbei. Die Koalition greift hier eins zu eins den im Jahr 2016 gescheiterten Entwurf auf. Dabei wird ignoriert, dass seitdem zwar...

mehr

BFW: Bundesländer wollen keine Wohnungen fördern, sondern entwerfen Luftschlösser

„Wer die Sonder-AfA an Gestehungskosten von höchstens 2.200 € pro m² Wohnfläche koppelt, will keinen Wohnungsneubau fördern, sondern entwirft Luftschlösser“, kommentiert Andreas Ibel,...

mehr
05/2016

Sonder-AfA: Nur ein Baustein gegen Wohnungsknappheit

Um die Wohnungsknappheit in den Ballungsgebieten wirksam zu bekämpfen, gibt es nur ein Mittel: mehr bezahlbarer Wohnungsneubau. Dazu braucht es wirksame Anreize für diejenigen, die neue Wohnungen...

mehr

BFW zum Wohngipfel: Tempo beschleunigt – Widersprüche bleiben

„Bund und Länder verpflichten sich im Abschlusspapier des Wohngipfels, eine Vielzahl von Maßnahmen beschleunigt umzusetzen. Das ist ein echter Erfolg des Gipfels. Die vorhandenen Widersprüche...

mehr

Bauindustrieverband Nordrhein-Westfalen: Dringend benötigter Wohnungsbau erhält keine Förderung, Regierung nur noch bei Belastungen einig

„Das ist nicht nur ein schwarzer Tag für die Bauwirtschaft in Nordrhein-Westfalen, sondern vor allem für die Tausenden Wohnungssuchenden in unseren Großstädten. Die Große Koalition ist damit vor...

mehr