Papier adieu - Wohnungsgenossenschaft 1892 nimmt Wohnungen mit Tablets ab

Die Berliner Bau- und Wohnungsgenossenschaft von 1892 eG hat die Prozessabwicklung der Wohnungsabnahme umgestellt: „Seit April 2014 haben wir zehn Verwalter mit mobilen Tablet-Computern ausgestattet, um direkt vor Ort beim Kunden die Daten der Wohnungsabnahme in unserer EDV zu erfassen und nicht mehr mit mehren Papierdurchschlägen hantieren zu müssen“, freut sich Anja Miericke, Prokuristin bei der Berliner Bau- und Wohnungsgenossenschaft von 1892 eG. Das Unternehmen verwaltet rund 6.500 Wohnungen in Berlin und bewältigt im Jahr rund 500 Wohnungsabnahmen. Mit der mobilen Lösung Immologis will die Genossenschaft die Bearbeitungszeiten verkürzen, da die Datenübergabe in das Verwaltungssystem SAP direkt vor Ort in der Wohnung automatisch und nicht mehr später manuell im Büro erfolgt. „Weiterhin sinken dadurch die Fehlerquote und der nachträgliche Korrekturaufwand, da Fehler durch das nun ausbleibende Abtippen der Protokolle praktisch ausgeschlossen werden können“, erläutert Jens Kramer, Geschäftsführer der Promos consult GmbH. Das Unternehmen entwickelt für die Immobilienwirtschaft Softwareprogramme auf SAP-Basis.  „Die Automatisierung der Prozesse geht so weit, dass mit dem Erfassen einer Kündigung direkt ein Wohnungsabnahmeprozess angestoßen wird. Es wird automatisch ein digitales Formular an den Tablet-Computer des zuständigen Mitarbeiters zur Abarbeitung gesendet. Das Formular enthält dann bereits Daten aus der Immobilienstruktur, Ausstattungsmerkmale sowie die Mieterdaten“, erklärt Kramer weiter.
 
Anja Miericke von der Berliner Bau- und Wohnungsgenossenschaft stellt in Aussicht, dass künftig auch Prozesse rund um die Wohnungsübergabe, die Nebenkostenabrechnung, Korrespondenzerstellung, Stammdatenpflege oder die Wartungsplanung und -überwachung mobil unterstützt werden könnten. „Hier würden wir dann auch externe Partner wie Handwerker oder unsere Bewohner direkt technisch mit einbinden können und auch auf deren Seite eine deutliche Zeitersparnis ermöglichen“, sagt Anja Miericke.

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