Offenburgs nördliche Innenstadt wird urbanes Stadtquartier

Der städtebauliche Vertrag zur Entwicklung von Offenburgs nördlicher Innenstadt ist unterzeichnet. Vertragspartner sind die Stadt Offenburg, die Sparkasse Offenburg-Ortenau und die Stadtquartier Offenburg GmbH & Co KG, eine Projektgesellschaft des Frankfurter Projektentwicklers OFB Projektentwicklung GmbH, dem Sieger des wettbewerblichen Dialogs. Damit sind die vertraglichen Voraussetzungen zur Entwicklung des Areals an der Gustav-Rée-Anlage geschaffen. Nächster Schritt ist der Beschluss des Bebauungsplans durch den Offenburger Gemeinderat.

Das Konzept sieht ein Stadtquartier mit typischen Innenstadtelementen vor. Zentraler Anlaufpunkt des Quartiers wird ein attraktiv gestalteter öffentlicher Platz vor dem Gebäude der Stadthalle. Diese wird im Zuge der Quartiersentwicklung saniert oder in Anlehnung an das historische Vorbild neu errichtet. Insgesamt entstehen auf dem rund 12.500 m² großen Areal bis Ende 2018 ca. 12.000 m² Verkaufsfläche für den Einzelhandel, sowie weitere 700 m² Brutto-Grundfläche Gastronomie und Dienstleistungen. Weiterhin sind ca. 2.600 m² Brutto-Grundfläche Wohnraum geplant. Die bestehende Tiefgarage der Sparkasse wird erweitert und modernisiert.

Oberbürgermeisterin Edith Schreiner: „Die Entwicklung der nördlichen Innenstadt ist ein Projekt, das Offenburgs Rolle als Oberzentrum stärkt. Wir freuen uns auf ein urbanes Quartier mit hoher Aufenthaltsqualität und auf die Ergänzung des bestehenden Einzelhandels. Wir öffnen ein bisher geschlossenes Areal und schaffen innerhalb der Innenstadt einen Rundweg, der zum Flanieren einlädt.“

Dr. Alois Rhiel, Vorsitzender der Geschäftsführung der OFB Projektentwicklung, dankte der Stadt für das Vertrauen: „Der wettbewerbliche Prozess hat die Bürgerinnen und Bürger in vorbildlicher Weise in die Meinungsbildung einbezogen. Das Ergebnis ist ein offen gestaltetes Quartier, das durch Spazierwege, Plätze und die Stadthalle einen attraktiven und individuellen Charakter erhält.“

Nächste Schritte

Nächster wichtiger Schritt wird der Beschluss des Bebauungsplans durch den Gemeinderat sein. Aktuell werden die Einwendungen aus der Offenlage, die am 21. Mai beendet wurde, geprüft. Bürgermeister Oliver Martini: „Die Sparkasse Offenburg-Ortenau startet die Quartiersentwicklung mit dem Neubau des Kundencenters und der Sanierung des denkmalgeschützten Gebäudes Hauptstraße 23. Das Gebäude war nicht nur französische Kommandantur, sondern bereits lange Zeit vorher ein repräsentatives Bankhaus.“

Sobald das denkmalgeschützte Gebäude saniert und das Gebäude Hauptstraße 25 neu erstellt ist, ziehen die Mitarbeiter aus dem Verwaltungsgebäude an der Gustav-Rée-Anlage in den neuen Komplex und machen somit Platz für die Entwicklung des Gesamtareals. Karl Bähr, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Offenburg-Ortenau, zu den Planungen: „Die Mitarbeiter der Sparkasse Offenburg und unsere Kunden können sich auf ein attraktives Gebäude und ein modernes Kundencenter freuen. Wir sind wichtiger Bestandteil des neuen Quartiers und blicken positiv auf die Belebung der nördlichen Hauptstraße.“
 

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