NRW-Wohnungswirtschaft zu Grundstücksmarktbericht: Kommunen müssen Grundstücke günstig abgeben

Angesichts der jetzt veröffentlichten Grundstücksmarktsberichts verstärkt der VdW Verband der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft Rheinland Westfalen (www.vdw-rw.de) seine Forderung an die Kommunen, günstige Grundstücke für den Bau von geförderten Wohnungen bereitzustellen. "Das Land hat seine Konditionen für die Wohnraumförderung verbessert. Jetzt sind die Städte und Gemeinden am Zug, denn die Grundstückspreise sind eine entscheidende Hürde für bezahlbaren Wohnraum", sagt VdW-Verbandsdirektor Alexander Rychter.

Innenminister Ralf Jäger hat heute den Grundstücksmarktbericht 2013 vorgelegt, den der Obere Gutachterausschuss erarbeitet hat. Demnach müssen in der Landeshauptstadt Düsseldorf für Bauland in mittleren Wohnlagen 520 € pro m² ausgegeben werden, in Köln 390 € und in Bonn 340 €. Für gute Wohnlagen werden in Köln gar 890 € pro m" gezahlt, in Düsseldorf 820 €. "Die Grundstückskosten schlagen sich direkt auf die Baukosten und damit auf die Mieten nieder", sagt Rychter.

Manche Wohnungsmarktstudie berücksichtigt laut Rychter zu wenig die preisdämpfende Wirkung der ehemals gemeinnützigen Wohnungsunternehmen, weil sie nur Online-Anzeigen auswertet und so deren durchschnittliche Nettokaltmiete von 4,92 € pro m² in NRW nicht einbezieht. Klar sei aber: "Bezahlbarer Wohnraum ist in den Metropolregionen knapp geworden. Und die Grundstückpreise haben ihren Teil dazu beigetragen."

Dem VdW Rheinland Westfalen gehören 470 Mitgliedsunternehmen der kommunalen/öffentlichen, genossenschaftlichen, kirchlichen sowie industrieverbundenen/privaten Wohnungs- und Immobilienwirtschaft an, die über eine Millionen Wohnungen allein in Nordrhein-Westfalen bewirtschaften. Mehr als ein Fünftel der nordrhein-westfälischen Mieter wohnt und lebt in diesen Wohnungsbeständen.

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