NRW-Wohnungswirtschaft zu Baufertigstellungen: Positiver Trend ist nicht genug

Der VdW Verband der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft Rheinland Westfalen (www.vdw-rw.de)  hält die veröffentlichten Daten zu der gestiegenen Anzahl fertiggestellter Wohnungen in NRW für ein gutes Zeichen. Laut Statistischem Landesamt NRW sind 2012 in Nordrhein-Westfalen 32.737 neue Wohnungen fertiggestellt worden, 8,6 % mehr als im Vorjahr. Verbandsdirektor Alexander Rychter erklärt aber: „Dieser positive Trend reicht nicht aus, um den Neubaubedarf in den wachsenden Metropolregionen wie Köln und Düsseldorf zu decken. Er genügt nicht einmal, um den Wohnungsmarkt in NRW stabil zu halten.“  

Dem Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung zufolge müssen in NRW pro Jahr mindestens 34.000 neue Wohnungen gebaut werden, nur um den Wohnraum zu ersetzen, der durch den Abriss veralteter Gebäude wegfällt. Positiv hebt Rychter hervor, dass die Steigerung der Wohnungsfertigstellungen maßgeblich auf den Bau von Mehrfamilienhäusern zurückgeht, hier verzeichnete das Landesamt ein Plus von 18,8 %. „Dieser Trend wird sich 2013 vermutlich fortsetzen, alleine die Mitglieder des VdW Rheinland Westfalen wollen in diesem Jahr 700 Mio. € in den Neubau investieren, doppelt so viel wie im vergangenen Jahr.“

Wichtig sei allerdings, dass die neuen Wohnungen auch für mittlere und untere Einkommensschichten bezahlbar blieben. „Mit ihrer neuen Förderpolitik bei der Wohnraumförderung ist die Landesregierung auf dem richtigen Weg, sie darf nun aber vom Bund nicht alleine gelassen werden. Der Bund muss seiner Verantwortung gerecht werden und die Kompensationsmittel für die Wohnraumförderung auch bis 2019 weiter zahlen.“

Dem VdW Rheinland Westfalen gehören 470 Mitgliedsunternehmen der kommunalen/öffentlichen, genossenschaftlichen, kirchlichen sowie industrieverbundenen/privaten Wohnungs- und Immobilienwirtschaft an, die über eine Millionen Wohnungen allein in Nordrhein-Westfalen bewirtschaften. Mehr als ein Fünftel der nordrhein-westfälischen Mieter wohnt und lebt in diesen Wohnungsbeständen.

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