Holzbau ist im Trend: DHV-Präsident Taglieber rechnet auch in 2017 mit starkem Wachstum

Die Nachfrage nach Gebäuden in Holzrahmen- bzw. Holztafelbauart hat 2016 erheblich zugenommen, der Baustoff Holz erfreut sich bundesweit außergewöhnlicher Beliebtheit. Für 2017 rechnet der Deutsche Holzfertigbau-Verband (DHV, www.d-h-v.de) daher mit weiteren Marktanteilszugewinnen der ihm angeschlossenen rund 300 mittelständischen Holzbaubetriebe. Auf der traditionellen Herbst-Fachtagung mit anschließender Mitgliederversammlung zog Präsident Erwin Taglieber jetzt eine Jahres-Bilanz der Stärke. Über 120 Holzbauunternehmer waren der Verbandseinladung gefolgt.

So positiv waren die Konjunkturaussichten der mittelständischen Holzbaubetriebe schon seit Jahren nicht mehr: In Süddeutschland wird mittlerweile flächendeckend jedes vierte Ein- und Zweifamilienhaus vorrangig aus Holz gebaut, in Baden-Württemberg sogar fast schon jedes dritte. „Das größte Potenzial zeigt sich nach wie vor im Norden; auch hier verzeichnen wir bei Architekten und Hochbauunternehmen wachsendes Interesse am Bauen mit Holz - eine erfreuliche Entwicklung, die es durch überzeugende Darstellung der vielfältigen Vorteile unserer Holzbauweise weiter zu forcieren gilt“, rief Präsident Erwin Taglieber die ihm angeschlossenen 300 Holzbaubetriebe zur proaktiven Marktdurchdringung auf.

Holz holt auf


Um den Holzbau bei Entscheidern noch stärker ins Gespräch zu bringen, sendet der DHV als Vollmitglied im Deutschen Holzwirtschaftsrat (DHWR) deutliche Signale an die Politik, den Anliegen der Holzbaubetriebe Gehör zu schenken und mit den Verbandsrepräsentanten in einen fruchtbaren Dialog über die Gestaltung des Bauwesens in Deutschland einzutreten. „Bedauerlich ist, dass sich der Holzbau in einigen Bundesländern immer noch mit Vorbehalten konfrontiert sieht, die dort zur Fortschreibung wettbewerbsverzerrender gesetzlicher Rahmenbedingungen in den Landesbauordnungen beitragen.“

Dazu zählten beispielsweise die kontraproduktiven Brandschutzbestimmungen, durch die Bauausführungen in Holz auf bestimmte Gebäudehöhen begrenzt werden. „Solche Hemmnisse erweisen sich bei näherer Betrachtung vielfach als sachlich unbegründet, zumal sie auf veralteten Annahmen beruhen, die sowohl von der Holzforschung als auch in der Praxis längst widerlegt worden sind.“ Die neuesten brandschutztechnischen Erkenntnisse über das Bauen mit Holz seien beachtlich und verdienten es, in die Baugesetzgebung angemessen einzufließen, wies DHV-Präsident Erwin Taglieber auf den enormen technischen Fortschritt im Holzbau hin.

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