Expo-Talk des BFW Nordrhein-Westfalen: „Jede Wohnung ist eine gute Wohnung“

Auf der Expo Real in München spielt auch die nordrhein-westfälische Wohnungspolitik eine Rolle. Am NRW-Stand fand jetzt eine Diskussionsrunde zu den Strategien der Baulandoffensive statt. Neben NRW-Bauminister Michael Groschek und Martin Dornieden (Vorsitzender des BFW Nordrhein-Westfalen) waren u.a. Reimar Molitor, Vorstandsmitglied des Region Köln/Bonn, und Dietrich Suhlrie, Mitglied des Vorstands der NRW.BANK, Gäste. Michael Groschek betonte in seinem Eingangsstatement deutlich: „Wir müssen enger zusammenrücken. Das geht durch den Bau in die Höhe, aber auch durch geringere Abstandsflächen.“ Der ländliche Kern, so Groschek weiter, müsse jedoch auch gestärkt werden. „Dass wir mehr Wohnraum brauchen, muss jeder verstehen.“ „Genau dies ist aber für Bauträger nicht immer einfach“, stellte Martin Dornieden heraus. „Es hakt häufig im Kleinen vor Ort. Genau an dieser Stelle muss jetzt angesetzt werden“, so Dornieden.


Abschließend stellte Dornieden die Wichtigkeit der unterschiedlichen Segmente im Wohnungsneubau heraus. „Ob Eigenheime in den städtischen Randgebieten oder Mehrfamilienhäuser in der Innenstadt, der Wohnungsbau braucht Förderung, sei es durch die finanziellen Mittel des Wohnraumförderprogramms oder durch konstruktive Begleitung von Wohnungsbauprojekten durch Politik, Verwaltung und Nachbarschaften. Jede Wohnung ist eine gute Wohnung. Durch den Sicker-Effekt führt jede neu gebaute Wohneinheit zur Entlastung des Wohnungsmarktes in NRW“, so Dornieden abschließend.
 

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