Die Berliner Gropiusstadt wird weitergebaut: Spatenstich für 57 von insgesamt 250 neuen Wohnungen

Erstmals seit 40 Jahren entstehen in der südlichen Gropiusstadt wieder neue Wohnungen. Die von Architekt Walter Gropius geplante und nach ihm benannte Großsiedlung wird weitergebaut. Der Spatenstich für die ersten 57 von insgesamt 250 geplanten Wohnungen erfolgte jetzt an der Fritz-Erler-Allee / Ecke Agnes-Straub-Weg. „Wir haben vor drei Jahren ein aufwendiges städtebauliches Gutachterverfahren durchgeführt. Die Ergebnisse dieses Prozesses setzen wir mit dem Neubau jetzt in die Tat um, damit auch in der Gropiusstadt neuer, bezahlbarer Wohnraum entsteht“, sagte degewo-Vorstandsmitglied Frank Bielka. Berlins führendes Wohnungsunternehmen (www.degewo.de) investiert rund 9 Mio. € in das Bauvorhaben, das 2016 bezugsfertig sein soll.

Auch Berlins Senator für Stadtentwicklung und Umwelt, Michael Müller, war beim Spatenstich mit den degewo-Vorstandsmitgliedern Frank Bielka und Christoph Beck dabei: „Einen Neubau in eine bestehende Großsiedlung zu integrieren, ist eine besondere Herausforderung. degewo hat mit dem vier- bis sechsgeschossigen Wohnhaus, das hier entstehen wird, einen sehr behutsamen Weg gefunden, die Gropiusstadt weiter zu entwickeln und den für Berlin dringend benötigten neuen
Wohnraum zu schaffen.“

An der Fritz-Erler-Allee / Ecke Agnes-Straub-Weg entstehen vor allem kleinere Wohnungen. 41 der insgesamt 57 Wohnungen sind 1, 1,5 oder 2 Zimmer groß. Die durchschnittliche Miete liegt bei 9,50 € pro m² netto kalt. Die günstigsten Wohnungen sind für 7,50 € pro m² zu haben. Am oberen Ende werden es 11 € sein. Im Obergeschoss des Eckhauses sind drei Wohngemeinschaften geplant. Diese sind barrierefrei und rollstuhlgerecht geplant und für Reha-Patienten nach einem Schlaganfall vorgesehen.

Im Jahr 2011 sind drei namhafte Architekturbüros von degewo beauftragt worden, das Potenzial des Quartiers für möglichen Neubau zu prüfen und einen Masterplan zu entwickeln. Ein derartig aufwändiges Verfahren hatte es seit vielen Jahren in Berlin nicht mehr gegeben. Das so genannte Obergutachtergremium wählte die Entwürfe von Christoph Mäckler Architekten aus, die in Berlin unter anderem das Zoofenster Berlin gebaut haben.

Mit diesem Bauvorhaben wird der erste Baustein der Masterplanung realisiert. „Unser Konzept ist es, die vorhandenen Qualitäten der Gropiusstadt zu erhalten, sie zu ergänzen und sie damit für die Bewohner zu verbessern. Dabei geht es um eine punktuelle Bestandsergänzung durch winkelförmige niedriggeschossige Neubauten bei gleichzeitiger Ertüchtigung und Aufwertung des Bestandes“, erklärt der Architekt aus Frankfurt am Main.

Auch Neuköllns Baustadtrat Thomas Blesing war beim Spatenstich für den ersten Neubau in der südlichen Gropiusstadt seit 40 Jahren dabei. „Die Gropiusstadt wird von ihren Bewohnern schon lange nicht mehr als gesichtslose Großsiedlung empfunden. Dazu haben viele aktive Akteure, zu denen auch degewo zählt, beigetragen. Mit den nun geplanten Neubauten wird das Quartier im Neuköllner Süden noch einmal deutlich aufgewertet. Das begrüße ich außerordentlich.“

Bereits im kommenden Jahr plant degewo einen zweiten Neubau in der Gropiusstadt. Am Zwickauer Damm, auf dem Gelände einer ehemaligen Einkaufspassage, wird dann ein neues Wohn- und Gewerbegebäude entstehen. Hier sind neben Einkaufsmöglichkeiten für den täglichen Bedarf auch etwa 35 Neubauwohnungen geplant.

„Im März 2010 haben wir damit begonnen unseren gesamten Bestand im Neuköllner Süden energetisch zu modernisieren. Bis heute haben wir bereits ein Drittel, das sind mehr als 1.300 Wohnungen, fertig saniert. Bis zum Jahr 2020 werden wir den überwiegenden Teil unserer Bestände hier saniert haben. Zusammen mit den ergänzenden Neubauten, wollen wir die Zukunft der Gropiusstadt optimal gestalten, damit sich die Bewohner in ihrem Quartier weiterhin wohl fühlen“, sagt degewo-Vorstandsmitglied Frank Bielka.

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