Büro- und Wohnungspreise steigen weiter aufgrund der hohen Nachfrage

Die anhaltend hohe Nachfrage nach Büro- und Wohnimmobilien in Deutschland führt aufgrund des knappen Angebots zu weiter steigenden Miet- und Kaufpreisen. Die gesamte Immobilienbranche profitiert dabei von einer weiterhin positiven Wirtschaftslage und wachsenden Investments aus dem Ausland. Dies sind die Kernergebnisse des Berichtes „Investmentmarkt Deutschland“, den das Beratungsunternehmen Wüest & Partner Deutschland halbjährlich erstellt.


Die positive Konjunktur in Deutschland zeigt sich in einem Wirtschaftswachstum von 1,7 %, einer steigenden Erwerbstätigenquote und einem um zwei Prozent gewachsenen Konsumindex als Folge einer Inflation auf Nullniveau. „Das gegenwärtige konjunkturelle Klima ist rundum positiv und wirkt sich auf alle Segmente des Immobilienmarktes in Deutschland aus. Der damit verbundene allgemeine Preisanstieg wird sich zukünftig nur durch eine erhebliche Aufstockung des Angebots in einem maßvollen Rahmen halten lassen“, sagt Karsten Jungk, Geschäftsführer und Partner von Wüest & Partner Deutschland.


Der Markt für Büroimmobilien verzeichnete 2015 den höchsten Flächenumsatz seit 2010 mit einem Anstieg von 20 % im Vergleich zu 2014. In allen Top 7-Städten waren eine steigende Beschäftigtenzahl und eine sinkende Leerstandsquote zu verzeichnen. Die Spitzenmieten kletterten um 2 %, in Berlin sogar um 9 %. Auch bei den Einzelhandelsimmobilien war ein deutschlandweiter Anstieg der Spitzenmieten um 1,2 % zu verzeichnen. Vor allem ausländische Investoren trugen zu einem erheblichen Zuwachs der Einzelhandelsinvestments um fast 90 % bei. Die Hälfte der Transaktionssummen in Höhe von 16 Mrd. € wurde von Investoren außerhalb Deutschlands gestellt.


Der Markt für Miet- und Eigentumswohnungen bleibt besonders in den Ballungsräumen sehr angespannt. Die Zunahme der Mietwohnungsinvestments um 90 % auf rund 24 Mrd. € war zwar im Wesentlichen Folge von Großtransaktionen, die drei Viertel der Investments stellten. Doch das Angebot kann besonders in den Großstädten nicht mit der Nachfrage mithalten, die durch die Unterbringung der Flüchtlinge zusätzlich angekurbelt wurde. „Wir raten daher bei Investments in Wohnimmobilien zu einem verstärkten Blick auf die peripheren Lagen und Gemeinden mit guter Verkehrsanbindung im Umland der Großstädte“, so Jungk.

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