BFW-Präsident Andreas Ibel ist jetzt auch für ein Jahr BID-Vorsitzender

Der BFW Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen übernimmt am 1. Juli turnusgemäß den Vorsitz der Bundesarbeitsgemeinschaft Immobilienwirtschaft Deutschland (BID, www.bid.info) vom GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen. Damit steht BFW-Präsident Andreas Ibel für ein Jahr lang an der Spitze der BID, in der die sechs wichtigsten Immobilienverbände zusammen arbeiten. Der stellvertretende Vorsitz wird beim Zentralen Immobilien Ausschuss ZIA liegen.


„Die Arbeit der BID zeigt, dass sich die Branche ihrer gesamtgesellschaftlichen Verantwortung bewusst ist“, erklärte Ibel bei seinem Amtsantritt. Die vielfältigen Herausforderungen der Immobilienwirtschaft könnten wir nur im Dialog und gemeinsam lösen. „Ich freue mich sehr, den Vorsitz der BID und damit die Moderation dieses Dialoges innerhalb der Branche und mit der Politik in einer Zeit zu übernehmen, in der viele politische Weichen neu gestellt werden.“


Bei der Amtsübergabe blickte Ibel gemeinsam mit Bundesbauministerin Dr. Barbara Hendricks und  Baustaatssekretär Gunther Adler auf die Herausforderungen der Branche. „Die zentrale Aufgabe im kommenden Jahr ist und bleibt, mehr bezahlbaren Wohnraum für alle Bürger zu schaffen.“ Die dafür notwendigen Grundlagen seien erarbeitet und konkrete Maßnahmen benannt. Ein Rosinen picken dürfe es jetzt nicht geben. Alle Partner müssten an der Umsetzung aller Vorschläge mitarbeiten.


Gleichzeitig warnte der BID-Vorsitzende davor, die investitionsstarke Immobilienbranche weiter zu regulieren. So dürfe das Mietrecht nicht verschärft werden: „Das Eckpunktepapier aus dem Bundesjustizministerium, welches die Absenkung der Modernisierungsmieterhöhung sowie eine Ausweitung des Bezugsraumes der ortsüblichen Vergleichsmiete vorsieht, gefährde zukunftsfähiges Wohnen ganzer Bevölkerungsschichten. „Wenn sich Investitionen nicht lohnen, werden diese unterbleiben.“ Zur Neukonzeption der Energieeinsparverordnung (EnEV) sagte Ibel: „Die BID ist überzeugt, dass die Energieeffizienz im Gebäudebereich neu gedacht werden muss.“ So sei die EnEV  „am Ende – nicht nur bei den Vorgaben, sondern auch als System.“ Hier könne es kein „Weiter so“, sondern nur ein „Anders“ geben.


Ibel dankte seinem Vorgänger, GdW-Präsident Axel Gedaschko, für die konstruktive und engagierte Arbeit im vergangenen Jahr. Unter seinem Vorsitz begleitete die BID intensiv das Bündnis für bezahlbares Wohnen und Bauen des Bundesbauministeriums und setzte im Jahr seines Vorsitzes deutliche Akzente bei den Verhandlungen um das zweite Mietrechtspaket und die geplante Energieeinsparverordnung. Außerdem stand das Thema Digitalisierung zentral auf der Agenda.


„Unter Federführung des GdW hat die BID im vergangenen Jahr die Schlagkraft unserer Branche klar unter Beweis gestellt“, sagte Ibel. „Unter dem BFW-Vorsitz werde ich unsere gemeinsame Arbeit ganz in diesem Sinne weiterführen.“ In der BID Bundesarbeitsgemeinschaft Immobilienwirtschaft Deutschland arbeiten die Verbände BFW, DDIV, GdW, IVD, vdp, und ZIA zusammen, um mit gebündelten Kräften gemeinsam inhaltliche Positionen effektiver in der Öffentlichkeit zu vertreten.

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