Architektenkammern der Länder einigen sich: Bundesweit einheitliche Standards für BIM-Fortbildung

Die Digitalisierung der Baubranche schreitet voran und ist eines der zentralen Themen der Architektenschaft. Daher ist die Nachfrage nach qualifizierten Mitarbeitern groß. Entsprechend umfangreich ist der Bedarf an qualifizierten Fort- und Weiterbildungsangeboten. Um angesichts der vielfältigen Anbieter auf diesem Markt Fort- und Weiterbildungen auf dem bestmöglichen Niveau zu sichern, hat die Bundesarchitektenkammer (BAK) einen bundesweit einheitlichen Fort- und Weiterbildungsstandard in allen 16 Länderarchitektenkammern für den Bereich des digitalen Planen und Bauens festgelegt. Mit der Einführung des „BIM Standard Deutscher Architektenkammern“, einem Curriculum, das auf der VDI-Richtlinie VDI 2552 Blatt 8.1 fußt, wird ein qualitätsgesichertes und flächendeckendes Angebot geschaffen.

Auch die Politik sieht in BIM eine Planungsmethode, die einen hohen Veränderungsdruck auf die Welt des Planens und Bauens ausübt. Dabei soll im Interesse der Auftraggeber die bewährte Aufgabenverteilung zwischen unabhängiger Planung auf der einen und Bauausführung auf der anderen Seite gestärkt werden. Gleichzeitig ermöglichen die neuen digitalen Schnittstellen auch kleineren Büros neue Auftragschancen. Der Bund will auch weiterhin darauf hinwirken, dass die Digitalisierung der Wertschöpfungskette Bau nicht zu unternehmerischen Konzentrationsprozessen in der Planungs- und Bauwirtschaft führt. Ein „Branchendialog – Digitaler Hochbau“, in dem Vertreter der Ministerien, Kammern, Verbände und Industrie vertreten sind, wird als Plattform für den fachlichen Austausch erstmals am 14. September zusammenkommen.

BAK-Präsidentin Barbara Ettinger-Brinckmann wird in diesem Zusammenhang die Bedeutung qualifizierter Fort- und Weiterbildungsangebote hervorheben: „Mit dem „BIM Standard Deutscher Architektenkammern“ sichern wir deutschlandweit qualitativ hohe Fort- und Weiterbildungsangebote bei BIM. Damit wird die Rolle der Architekten im digitalen Planungsprozess gestärkt, um den Auftraggebern auch weiterhin Bestleistungen anbieten zu können.“
 


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