Umweltfreundlich Wärme und Strom für 296 Gewobag-Mieter am Spandauer Damm in Berlin

Rund um den Klausenerplatz in Berlin-Charlottenburg setzt die Gewobag (www.gewobag.de) das zweite Projekt mit dem Hamburger Energiedienstleister Urbana um: Rund 300 Wohneinheiten in 24 Häusern können ab sofort neben Wärme zusätzlich mit Quartier-Strom versorgt werden. Mietern, die in der Nähe des Erdgas-Blockheizkraftwerks am Spandauer Damm wohnen, bietet die Gewobag vor Ort erzeugten Strom an, der in der Regel günstiger und umweltfreundlicher produziert ist als der über das öffentliche Stromnetz verbreitete Strom.


Beim Tag des Offenen BHKW informierten sich rund 30 Interessierte über das neue Angebot und warfen einen Blick auf die hochmoderne Energietechnik im Dachgeschoss des Wohnhauses am Spandauer Damm 51. Das effiziente und leise arbeitende BHKW, das sich hinter einem Schallschutz versteckt, stand im Mittelpunkt der Führung. Für Technikinteressierte war vor allem das Innenleben des Kraftwerks spannend und sie nutzten die Gelegenheit, Fragen direkt an die Ingenieure zu stellen. Das Kraftwerk Spandauer Damm 51 ist das achte Blockheizkraftwerk, das die Gewobag in Betrieb nimmt.


Jens Goldmund, Geschäftsführer der Gewobag ED Energie- und Dienstleistungsgesellschaft: „Eigentlich ist ein BHKW für die Fernwärmeerzeugung eingerichtet.“ Durch Kraft-Wärme-Kopplung könne als Nebenprodukt auch Strom erzeugt werden. „Und genau daraus haben wir für unsere Charlottenburger Mieter ein kostengünstiges Angebot entwickelt.“


Weg von den großen Zentralen und hin zu kleinen dezentralen Einheiten der Strom- und Energieversorgung. „Unsere Marke Quartier-Strom ist eine Antwort auf das politische Leitbild der Energiewende.“ Das ökologische Prinzip lautet: Wo Strom erzeugt wird, sollte er auch genutzt werden. Quartier-Strom auf der Grundlage von KWK-Anlagen kommt letztlich allen Stromverbrauchern – auch außerhalb der Quartiere – zugute und bessert dank der gleichzeitigen Erzeugung von Wärme und Strom die Klimabilanz auf.

Quartier-Strom: Mieter tragen zur Energiewende bei – und sparen


Durch dezentrale Kraft-Wärme-Kopplung-Lösungen wird neben Wärme auch Strom hocheffizient in einem Gebäude produziert. Ziel ist es, diesen Strom immer preiswerter anzubieten als der örtliche Grundversorger mit dessen niedrigstem Tarif. Dabei steht den Gewobag-Mietern völlig frei, ob sie Quartier-Strom beziehen möchten. Es besteht keinerlei Verpflichtung. Die Vor-Ort-Vermarktung von Strom kann allerdings ein Beitrag sein, um die Energiewende bezahlbar zu machen: Für den Mieter sind mit Quartier-Strom – abhängig von Haushaltsgröße und Tarif – Einsparungen von bis zu 100 € pro Jahr möglich.


Thematisch passende Artikel:

Kraft-Wärme-Kopplung

Quartier-Strom-Projekt „Spandauer Damm 51“

Anlagen zur Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) sind ein zentraler Baustein der Energiewende, weil damit Energie hocheffizient und unabhängig von tatsächlicher Sonneneinstrahlung oder Windaufkommen...

mehr

GEWOBAG: Quartier im Falkenhagener Feld wird mit vor Ort erzeugtem Strom versorgt

Zum 1. Mai geht es los: Im Falkenhagener Feld in Berlin-Spandau setzt die GEWOBAG (www.gewobag.de) mit dem Hamburger Energiedienstleister Urbana ein Pilotprojekt um, das, wie es heißt, in seiner...

mehr

Vattenfall und Gewobag bringen Energiewende im Keller voran: Wärme und Strom für 1.700 Mieter in Berlin-Tegel

Am Bottroper Weg 8 in Berlin-Reinickendorf startete jetzt das neue Blockheizkraftwerk (BHKW) damit eine besondere Kooperation von Vattenfall und der Wohnungsbaugesellschaft Gewobag (www.gewobag.de)....

mehr

GEWOBAG und Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf schließen Kooperationsvereinbarung

Die Wohnungsbaugesellschaft GEWOBAG (www.gewobag.de) und der Berliner Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf haben eine Kooperationsvereinbarung für 2013/14 unterzeichnet. Darin festgehalten sind unter...

mehr

BHKWs mit Position 52 Grad Nord: Techem setzt Wärmekonzept für BUWOG Wohnquartier in Berlin um

Direkt an der Dahme, in Berlins wasserreichstem Bezirk Treptow-Köpenick, entsteht derzeit in Berlin-Grünau das Wohnquartier „52 Grad Nord“. Insgesamt sollen auf dem rund 100.000 m² großen...

mehr