Ausgezeichneter Klimaschutz: Dortmund ist „Klimaaktive Kommune 2021“

Dortmunds OB Thomas Westphal (Mitte), Andreas Meißner (Projektleiter Emissionsfreie Innenstadt, 3. v. l.) und Heike Thelen (Projektteam Emissionsfreie Innenstadt, 3. v. r.) bei der Preisverleihung in Berlin.
Foto: Difu / Peter Himsel

Dortmunds OB Thomas Westphal (Mitte), Andreas Meißner (Projektleiter Emissionsfreie Innenstadt, 3. v. l.) und Heike Thelen (Projektteam Emissionsfreie Innenstadt, 3. v. r.) bei der Preisverleihung in Berlin.
Foto: Difu / Peter Himsel
Das Bundesumweltministerium und das Deutsche Institut für Urbanistik haben die Stadt Dortmund für die UmsteiGERN-Kampagne des Förderprojektes Emissionsfreie Innenstadt als „Klimaaktive Kommune 2021“ ausgezeichnet. Die Ehrung ist mit einem Preisgeld von 25.000 Euro verbunden. In der Begründung heißt es: „Die Auszeichnung wurde für das Projekt „UmsteiGERN-Kampagne für eine emissionsfreie Innenstadt“ vergeben, mit dem die Stadt Dortmund ihre Bürger*innen durch verschiedene Aktionen tatkräftig dabei unterstützt, klimafreundlich in Dortmund unterwegs zu sein, also zum Beispiel Busse und Bahnen zu nutzen, aufs Fahrrad zu steigen oder einfach zu Fuß zu gehen.“

Oberbürgermeister Thomas Westphal kündigte bei der Preisverleihung in Berlin an, dass die Stadt Dortmund das Preisgeld an klimaaktive Botschafter*innen und Bekenner*innen der UmsteiGERN-Kampagne weitergeben will: „Mit dem Preisgeld können wir einigen Haushalten einen Zuschuss zum Kauf eines Lastenrades geben, die im Rahmen unserer Aktion Lappenlos eine Woche auf das Auto verzichten, um autofreie Mobilität auszuprobieren. Damit erhoffen wir uns zusätzlichen Schub für die klimafreundliche Mobilität und die Verkehrswende in Dortmund.“

Erster Schritt: Motivieren mit Botschafter*innen

Unter dem Slogan „UmsteiGERN. Du steigst um. Dortmund kommt weiter." rückt die Stadt das Thema klimafreundliche Mobilität in den Fokus der öffentlichen Aufmerksamkeit. Um viele Menschen zu erreichen, geht sie in drei Schritten vor: Motivieren – Mobilisieren – Bestätigen. Zunächst geht es ums Motivieren: Um Nachbar*innen, Mitschüler*innen, Kolleg*innen und Bekannte zu einer Verhaltensänderung zu bewegen, teilen authentische Dortmunder „Botschafter*innen“ öffentlich ihre persönlichen Geschichten und Erfahrungen, wie sie klimafreundlich unterwegs sind – auf Plakaten, Postkarten, im Radio, auf Twitter, Facebook, Youtube sowie auf der Projektwebsite www.umsteigern.de. Die Projektwebsite bietet neben praktischen Tipps für den Verzicht auf das Auto auch einen Blog zur Mobilitätswende sowie ein Sammelalbum, in dem sich schon zahlreiche Dortmunder*innen zur UmsteiGERN-Kampagne bekennen.

Zweiter Schritt: Mobilisieren mit Aktionen

Der zweite Schritt der Kampagne lautet „Mobilisieren“. Dazu schafft die Stadt gezielt Anreize zum UmsteiGERN, z.B. durch Aktionen zum Thema Mobilitätsmanagement an Schulen und in Betrieben oder für Radfahrer*innen und Fußgänger*innen. Bei der Europäischen Mobilitätswoche trafen tägliche Aktionen zur klimafreundlichen Mobilität wie eine Erlebnistour für Verkehrssicherheit und Mobilität, die Präsentation von E-Fahrzeugen aus dem städtischen Fuhrpark, ein Fotoshooting und das digitale Diskussionsangebot „Klimafreundliche Mobilität für alle, was bedeutet das für Dortmund?“ auf große Resonanz.

Wie es sich ohne Auto in der Stadt leben lässt, zeigt die Aktion Lappenlos. Aus zahlreichen Bewerbungen wählte die Stadt Haushalte aus, die ihr Auto eine Woche gegen ein elektrisch angetriebenes Lastenrad und kostenlose ÖPNV-Tickets eingetauscht haben. Ihre Erlebnisse haben die Testfamilien auf der Kampagnenwebsite umsteigern.de gebloggt. Die Nachfrage v.a. nach dem Lastenrad war so groß, dass das Preisgeld für die Auszeichnung als Klimaaktive Kommune für eine Lastenradförderung genutzt werden soll. So profitieren sowohl die Teilnehmer*innen der Aktion Lappenlos als auch das Klima dauerhaft von der UmsteiGERN-Kampagne und der Auszeichnung.

Dritter Schritt: Bestätigen mit FestiWall

Als Dankeschön ist zum Ende des Projektzeitraums am 12. Juni 2022 ein ganztägiges FestiWall mit Sperrungen des Verkehrsrings um die City für den motorisierten Verkehr geplant: Im Rahmen der Großveranstaltung mit Tischspur und Mobilitätsspur sollen die Potenziale des Wallrings und des umgebauten Radwalls erlebbar werden.

Wettbewerb „Klimaaktive Kommune“

Der Wettbewerb „Klimaaktive Kommune“ wird seit 2009 im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative ausgelobt. In diesem Jahr wurden insgesamt 81 Beiträge in vier unterschiedlichen Kategorien eingereicht. Die Stadt Dortmund hat sich mit  der UmsteiGERN-Kampagne für eine emissionsfreie Innenstadt in der Kategorie „Klimaaktivitäten zum Mitmachen“ beworben. In dieser Kategorie gab es 36 Bewerbungen, aus denen drei Gewinnerprojekte ausgewählt wurden.

Weitere Informationen zum Wettbewerb und zum ausgezeichneten Projekt unter  www.klimaschutz.de/wettbewerb2021

Thematisch passende Artikel:

Bundeswettbewerb „Klimaaktive Kommune 2017“ gestartet

Kommunen und Regionen sind deutschlandweit aufgerufen, sich mit vorbildlichen Projekten zum Klimaschutz und zur Klimafolgenbewältigung am Wettbewerb „Klimaaktive Kommune 2017“ zu beteiligen....

mehr

Deutsches Institut für Urbanistik: Bundeswettbewerb „Klimaaktive Kommune 2018“ gestartet

Der Bundeswettbewerb „Klimaaktive Kommune 2018“ läuft. Kommunen und Regionen sind deutschlandweit aufgerufen, sich mit ihren vorbildlichen Projekten zum Klimaschutz und zur Anpassung an die Folgen...

mehr

Bundeswettbewerb läuft: 250.000 Euro Preisgeld für „Klimaaktive Kommunen“

Der Bundeswettbewerb „Klimaaktive Kommune 2019“ läuft. Städte, Landkreise und Gemeinden sind deutschlandweit aufgerufen, sich mit ihren vorbildlichen Projekten zum Klimaschutz und zur Anpassung an...

mehr

Selbstbestimmtes Leben im Alter: Bad hat Schlüsselrolle

Bundesbauministerin Dr. Barbara Hendricks hat die Schirmherrschaft über die „Aktion Barrierefreies Bad“ (ABB, www.aktion-barrierefreies-bad.de) übernommen. Sie bestärkt damit eine Initiative, die...

mehr
2015-04 Bundesbauministerin unterstützt „Aktion Barrierefreies Bad“

Wohnen im Alter: Bad hat Schlüsselrolle

Bundesbauministerin Dr. Barbara Hendricks hat die Schirmherrschaft über die „Aktion Barrierefreies Bad“ (www.aktion-barrierefreies-bad.de) übernommen. Sie bestärkt damit eine Initiative, die sich...

mehr