Aufschwung für serielle und modulare Bauweisen: BMI-Fachkongress fand regen Andrang

Der Wohnungsmangel in vielen deutschen Städten erfordert zügiges Handeln in unterschiedlichen Bereichen. Als eines dieser Handlungsfelder wurde das serielle und modulare Bauen im Wohnungsbau ausgemacht. Diese Bauweisen waren daher Thema des Fachkongresses „Serielles und modulares Bauen“ mit mehr als 250 Teilnehmern, zu dem das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) eingeladen hatte.

Der Parlamentarische Staatssekretär Marco Wanderwitz im BMI erklärte: „Als Bund sehen wir großes Potential in seriellen Bauweisen, um den Wohnungsmarkt zu entspannen. Dabei ist uns bewusst, dass die soziale Wohnraumförderung Länderaufgabe ist. Wir wollen dennoch die Länder finanziell und ideell unterstützen. Mit den verschiedensten Bausteinen – und ein Baustein ist das serielle und modulare Bauen.“

Serielles und modulares Bauen bietet viele Möglichkeiten, insbesondere schnelles, kostengünstiges und qualitativ hochwertiges Bauen. Gleichzeitig kann nur genügend neuer Wohnraum geschaffen werden, wenn die nötigen Baugrundstücke in den Kommunen verfügbar sind.

In einer gemeinsamen Diskussion über die Erwartungen an serielle und modulare Bauweisen pflichteten Barbara Ettinger-Brinckmann (Präsidentin der Bundesarchitektenkammer), Axel Gedaschko (Präsident des GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen) und Marcus Becker (Vizepräsident des Hauptverbands der Deutschen Bauindustrie) Herrn Wanderwitz bei, dass es innovativer Konzepte bedarf, um den aktuellen Anforderungen an den Wohnungsbau gerecht zu werden. Eine Renaissance des seriellen Bauens – weg vom Plattenbaustil und auf die Anforderungen der heutigen Zeit übertragen – wird einen wertvollen Beitrag leisten: schnell, kostengünstig und qualitativ hochwertig.

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