Stadt- und Quartiersentwicklung

Sicher Parken auf engstem Raum

Ausreichender Parkraum ist ein wesentlicher Faktor für die Realisierbarkeit von Projekten – dies gilt bei Neubauten und besonders bei Sanierungen. Automatisiertes Parken nutzt die knappe Fläche optimal.

Beim Neubau von Wohnungen und der Sanierung bestehenden Wohnraumes beeinflusst die Anzahl der vorhandenen Stellplätze den Wert der Immobilie. Dies gilt insbesondere für Ballungszentren. Soll Gastronomie oder Ladenfläche entstehen oder erweitert werden, hat das Thema Parken unter Umständen noch wesentlichere Bedeutung, denn abhängig von der geplanten Nutzung muss eine gewisse Anzahl an Stellplätzen nachgewiesen werden.

Ari Milstein stellt sich beruflich der Herausforderung, das Maximum an Stellplätzen auf sehr beengtem Raum zu schaffen – mitten in New York. Seine Firma, Automotion Parking Systems, betreibt mehrere automatisierte Parkhäuser in New York. Beim automatisierten Parken werden Fahrzeuge automatisch durch einen Laser abgetastet und an ihren Stellplatz verfahren. Durch flexible Höhen wird hier Platz gewonnen. Hinzu kommt: Es wird kein Raum für Zufahrtswege zu einzelnen Parkplätzen benötigt. Besonders ins Auge fällt daher die geringe Grundfläche der Projekte.

Bei einem konkreten Projekt in einer Wohnsiedlung, beschloss die American Development Group (ADG), LLC, die Muttergesellschaft von Automotion Parking Systems, ein unterirdisches, automatisches Parksystem zu integrieren. Bei der weltweiten Suche nach dem besten automatisierten System konnte das System von Stolzer mit seiner hohen Verlässlichkeit überzeugen. Stolzer ist spezialisiert auf Konzeption und Bau automatisierter Parksysteme. Bis 2012 als GmbH, firmiert das Unternehmen jetzt als Marke der Stopa Anlagenbau.

Parksysteme sind „custom made“ – genau auf den Bedarf und die gewünschten Dimensionen zugeschnitten. Durch diese intelligente Ausnutzung der Geometrie ergibt sich die große Platzersparnis. Automatisierte Parkhäuser lassen sich oberirdisch wie auch als Tiefgaragenlösung realisieren. Das lohnt sich gerade in Innenstädten, wo der Platz sehr begrenzt ist und der Bauplatz teuer. „Unsere mit Stolzer realisierten Parkhäuser befinden sich in Manhattan und Brooklyn“, so Milstein, „also in Gegenden, in denen Parkgelegenheit durch die Bebauung sehr beschränkt ist. Unsere Anlagen sind derzeit vor allem in zentralen Geschäftsvierteln in Betrieb, in der Nachbarschaft von Universitäten und Krankenhäusern sowie innerhalb von Wohngebäuden.“

Sicherheit für Fahrzeughalter und ­Betreiber

„Die Systeme werden sehr gut angenommen“, berichtet Milstein. „Das Feedback, das wir erhalten haben, war äußerst positiv. Unsere Kunden sind sehr zufrieden mit der einfachen Handhabung und der Geschwindigkeit, in der ihr Auto wieder zur Verfügung steht.“

Automatisiertes Parken schafft sichere, komfortable Stellplätze auf engstem Raum. „Die Kunden erhalten ihr Fahrzeug genau, wie sie es verlassen haben. Bei 300.000 Autos, die wir in den letzten fünf Jahren in New York geparkt haben, kam es zu keiner einzigen Beschädigung – das kann kein konventionelles Parkhaus von sich sagen.“ Die Kunden seiner Projekte seien breitgefächert, betont Milstein. „Es sind die Bewohner des jeweiligen Stadtviertels, Geschäftsleute, Pendler oder Studenten.“

Für den Autofahrer ist automatisiertes Parken in erster Linie bequem: Der Übergaberaum ist ebenerdig, hell beleuchtet und überwacht. Das Auto ist in der Parkzeit sicher abgestellt. Das Parkhaus ist einbruchsicher und nicht begehbar; Diebstahl und Vandalismus sind darum ausgeschlossen.

Das System schafft mehr Raum für Wohnen, Gewerbe und ­Einzelhandel.

Die Parkhäuser lassen sich oberirdisch und als Tiefgaragenlösung realisieren.

Weil nur der Übergaberaum zugänglich ist, entfallen laufende Kosten

für Beleuchtung, Reinigung oder die Beseitigung von Vandalismus.

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