Schneller verlegt

Wir haben Jörg Leidenfrost, Leiter der Anwendungstechnik von objectflor, nach den Vorteilen des neuen Systems für die Wohnungswirtschaft befragt.

Klebstofffreie Verlegung im Wohnungsbau – hält das den Beanspruchungen wirklich stand?

Jörg Leidenfrost: Ja, ohne jeden Zweifel, das haben auch alle Tests gezeigt. Zudem haben wir seit zwei Jahren eine Schwesterkollektion im Sortiment, die in teilweise hoch beanspruchten Bereichen verlegt wurde. Zum Beispiel in Warenhäusern oder Bürogebäuden mit viel Publikumsverkehr. Selbst das ist gar kein Problem.

Mit welchen Kosten muss man rechnen? Ist der Einsatz wirtschaftlich interessant?

Jörg Leidenfrost: Preislich bewegen sich Designbeläge grundsätzlich auf dem Ni­­veau von hochwertigem Laminat. Simp-Lay liegt etwas darüber, doch müssen Sie natürlich anders rechnen: Die Verlegung ist kostengünstiger, weil – abhängig vom Unterboden – teils gar keine, teils viel geringere Vorbereitungen notwendig sind. Bei einer Präsentation hat ein Bodenleger gesagt: Die Böden sind ja beinahe schneller verlegt als ausgepackt. Das trifft es ziemlich genau. Außerdem müssen Sie die lange Lebensdauer berücksichtigen.

Falls wirklich einmal ein Mieter einzelne Planken oder Fliesen beschädigt, dann ist der Austausch eine Frage von Minuten und der Boden ist wie neu. Das alles zählt, nicht nur der Quadratmeterpreis in der Anschaffung. Aber unsere Erfahrung ist, dass die Entscheider in der Wohnungswirtschaft diese Kalkulation machen und deshalb die Wirtschaftlichkeit auch erkennen.

Sie haben eben Laminat angesprochen. Welche Vorteile haben Designbeläge aus Ihrer Sicht dagegen?

Für die Bewohner zählt etwa, dass die Begehgeräusche – sowohl verglichen mit Laminat als auch mit Parkett – angenehm leise sind. Trittschall in Bestandsbauten lässt sich mit vertretbarem Aufwand durch einen entsprechenden Unterbau gut lösen. Ein Pluspunkt ist zudem die Feuchtigkeits- und Chemikalienbeständigkeit. Die geringe Aufbauhöhe ist bei Sanierungen besonders wichtig und sorgt dafür, dass Barrierefreiheit sehr einfach umgesetzt werden kann. Aus Sicht der Wohnungswirtschaft zählt natürlich am meisten die Strapazierfähigkeit und die er­­freulich lange Lebensdauer.

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