Prop- und ConTechs sind gefragt wie nie

Der Immobiliendienstleister Drees & Sommer greift Themen auf, die die Branche bewegen.

Wer junge, motivierte Startup-Unternehmen sucht, sollte dringend einen Blick nach Berlin werfen. Die deutsche Hauptstadt gilt gemeinsam mit Paris und London als die Gründer-Hochburg Europas schlechthin. Seit Jahren lassen sich hier junge Unternehmer nieder und treiben mit ihren innovativen Ideen wichtige Entwicklungen voran. Zunehmend wichtiger wird die Zusammenarbeit mit Startups auch für die Akteure der Bau- und Immobilienbranche. Denn im Vergleich zu anderen Branchen ist der Digitalisierungsgrad laut Studien hier aktuell gering.

Zweifellos: Der Markt der Prop- und ConTechs, wie Startups in der Bau- und Immobilienbrache genannt werden, boomt wie nie zuvor. Und auch die anhaltende Corona-Krise konnte der Entwicklung keinen Abbruch tun – ganz im Gegenteil: Zwar wird es zu einer Konsolidierung kommen, allerdings sind die Themen Digitalisierung, Technologie und Innovation präsenter denn je, und Startups als Technologiepartner mit innovativen, kreativen Lösungsansätzen werden vermehrt wichtige Kooperationspartner.

Besonders nützlich kann dies bei der Umsetzung innovativer Quartierskonzepte sein, da die Prop- und ConTechs wichtige Modulbausteine für ein ganzheitliches Ökosystem eines Quartiers liefern. Die Lösungen der Startups können dabei in unterschiedlichsten Bereichen wie Infrastruktur- und Gebäudevernetzung, Service-Plattformen für Bewohner, dem Betrieb der Gebäude oder bei der Verwaltung von privaten sowie öffentlichen Mietflächen im Quartier Anwendung finden – und womöglich sogar beim Planen und Bauen selbst.

Allen voran sollten die vielfältigen Bedarfe und Anforderungen der Nutzer und Betreiber dabei stets im Mittelpunkt stehen. Ein anschauliches Beispiel: Apps und Service-Plattformen für die Bewohner. Cross-Selling von Service-Leistungen wie Wäsche- oder Einkaufsservice, Entertainment und Smart-Home-Angebote erhöhen so nicht nur die Qualität des Wohnens und Arbeitens, sondern auch den sozialen Austausch im Quartier und bieten für den Betreiber zusätzlich Revenue-Streams.

Apps erleichtern den Alltag

Vorreiter im Bereich Quartiere ist das aktuell in Entwicklung befindliche „Quartier Heidestrasse“ in Berlin. Als Smart City will das Quartier nicht nur einen lebendigen Kiez ermöglichen, sondern das städtische Leben mithilfe digitaler Technologien gesünder und ökologischer gestalten. Gerade Startups spielen in diesem Kontext eine wichtige Rolle, um energieeffiziente Bauweisen, zukunftsweisende Mobilitätskonzepte, innovatives Parkraummanagement oder eine vollumfängliche Vernetzung des Quartiers zu realisieren.

In den Bürogebäuden überwacht beispielsweise eine intelligente, digitale Gebäudezutrittskontrolle den Einlass, während App-basierte Raumnutzungssysteme die Büroorganisation unterstützen. Heizung, Kühlung, Lüftung, Jalousien und andere Anwendungen lassen sich hier, ebenso wie in den Wohnbereichen, automatisiert steuern. Eine Quartiers-App soll darüber hinaus den nachbarschaftlichen Austausch fördern und über Service-Angebote informieren. Sie macht beispielsweise den Energieverbrauch transparent oder ermöglicht die Buchung von Gemeinschaftsräumen und das Ticketing bei Mängeln, Lob und Beschwerde. Aber das ist noch nicht alles: Die Bring-&-Take-Station weist Mieter per App darauf hin, dass ein Paket angekommen ist und der Fahrstuhl wird beim Verlassen sowie beim Betreten des Hauses automatisch gerufen.

Auch was die Mobilität angeht, punktet die Heidestrasse: Das Quartier besticht durch kurze Wege zu den Angeboten des täglichen Bedarfs. Intern verkehrende E-Busse kombiniert es mit innovativem Parkraummanagement und selbst Carsharing-Unternehmen können per App integriert werden.

Drees & Sommer unterstützt den Bauherrn, die Taurecon Real Estate Consulting, dabei, das gut acht Hektar große Areal zu einer lebendigen Smart City mit einer integrierten Quartiersplanung zu entwickeln. Zu den Leistungen gehört dabei unter anderem eine Digitalisierungsstrategie, die speziell die Anforderungen eines Quartiers und dessen Nutzer berücksichtigt.

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