Mit Holzfasern den Schall wegdämmen

Himmlische Ruhe

Holzfaserplatten werden vorzugsweise zur Fassadendämmung eingesetzt. An der Au­­ßenwand fachgerecht montiert, wirken sie wie ein Puffer gegen Schallwellen, die von diversen Lärmquellen in der Umgebung eines Hauses herrühren können: hupende Autos, quietschende Straßenbahnschienen, dröhnende Flugzeugmotoren und so weiter.

Umweltmediziner haben festgestellt, dass die Schwelle von 85 dB(A), ab der bei Dauereinwirkung sogar Hörschäden möglich sind, immer öfter deutlich überschritten wird. Wird vor dem Haus zum Beispiel die Straße aufgerissen, rattert ein Presslufthammer mit rund 100 dB(A). Da mag das Nervenkostüm der Bewohner so gut sein, wie es will – ein solches Übermaß an Krach hat früher oder später Folgen.

Als kritisch gilt aus medizinischer Sicht, wenn das Lärmen über einen längeren Zeitraum nahezu pausenlos anhält. Handlungsbedarf besteht spätestens, wenn die Betroffenen als Folge fortgesetzter Schallimmissionen auch in der Nacht kaum noch zur Ruhe finden. Be­­rechnungen des Umweltbundesamtes (UBA) zufolge waren bereits im Jahr 2010 in Deutschland nicht weniger als 13 Mio. Bundesbürger mit Geräuschpegeln belastet, die lärmbedingte Gesundheitsrisiken bedeuten und zunehmend Schlafstörungen verursachen.

Für Dipl.-Bauing. Jürgen Waßermann, Leiter Technik beim ökologisch orientierten WDVS-Anbieter Inthermo, steht außer Frage, dass der Schallschutz einen umso höheren Stellenwert besitzen sollte, je dichter die Besiedelung und je stärker das Verkehrsaufkommen ist. Auf der BAU 2015 in München konnten Besucher am Unternehmensstand mit eigenen Ohren erleben, wie gut sich eine deutlich hörbare Schallquelle mit einem Quader aus Holzfaserdämmplatten neutralisieren lässt.

„An der Fassade fachgerecht montierte Platten haben einen positiven Einfluss auf die akustischen Verhältnisse in Haus und Wohnung“, erklärt Waßermann. Verantwortlich dafür seien einige Materialeigenschaften der Holzfaserplatten, die (immer in Kombination miteinander) gute schallschutztechnische Ergebnisse ermöglichten. „Dafür sind ihre hohe Rohdichte, die offenporige Struktur, die geringe dynamische Steifigkeit und der fast optimale längenbezogene Strömungswiderstand  ausschlaggebend.“

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