Fernsehen über das Internet wird immer beliebter

Im Interview erläutert Martina Rutenbeck, Geschäftsführerin der M7 Deutschland, die Vorteile der IPTV-Plattform meinFernsehen.
Frau Rutenbeck, weshalb ist Ihre IPTV-Lösung meinFernsehen  für die Wohnungswirtschaft wichtig?

Rutenbeck: Die Nutzungsgewohnheiten der TV-Zuschauer wandeln sich stetig. Was vor allem bei jüngeren Zuschauern begann, setzt sich zunehmend auch bei den älteren Generationen fort. Vor allen Dingen betrifft dies das sogenannte zeitversetzte Fernsehen und die Wiedergabe auf zusätzlichen Geräten wie Notebook, Tablet und Smartphone. Wohnungsunternehmen, die ihren Mietern eine moderne Medienversorgung mit TV, Internet und Telefonie ermöglichen wollen, müssen diese Veränderungen im Auge haben und sollten ihre Infrastruktur darauf ausrichten.

Gibt es denn schon viele Betreiber von IP-Netzen, für die Ihre IPTV-Plattform interessant ist?

Rutenbeck: Bundesweit entstehen in immer mehr Städten jeder Größe leistungsfähige IP-Netze. Alleine im BREKO-Verband sind bereits über 100 dieser Betreiber organisiert. Und wir beobachten eine rasch steigende Zahl von Unternehmen der Wohnungswirtschaft, die mit Betreibern von Breitband-Netzen partnerschaftlich zusammenarbeiten.

Oft sind dies Tochtergesellschaften von Stadtwerken, mit denen die Wohnungsunternehmen traditionell schon seit Jahrzehnten geschäftlich verbunden sind. Viele dieser städtischen Versorger haben in den letzten Jahren bereits die notwendigen Tiefbauarbeiten geleistet, Glasfaser verlegt und besitzen den Zugang in die Liegenschaften. So lassen sich zum Beispiel auch in Randlagen der Städte Objekte zunehmend schneller mit Breitbanddiensten erschließen.

Mit unserer IPTV-Lösung können diese Stadtnetzbetreiber nun leistungsstarkes Internet und Telefonie mit  vielseitigem Fernsehen via IP und Multiscreen kombiniert anbieten.

Läutet meinFernsehen so in gewisser Weise das Ende des Kabels als Versorgungsplattform der Wohnungswirtschaft ein?

Rutenbeck: Auf keinen Fall. Das Kabel ist neben dem Satelliten weiterhin der wichtigste Eckpfeiler der deutschen TV-Versorgung und Partner der Wohnungswirtschaft. Insgesamt 16,7 Mio. Haushalte empfangen ihr Fernsehprogramm über das Kabel. Im Vergleich dazu steht der IPTV-Markt mit rund zwei Mio. Nutzern noch am Anfang. Unsere KabelKiosk-Produkte für die Kabelnetzbetreiber besitzen ebenfalls noch ein erhebliches Potenzial. HDTV, also hochauflösendes Fernsehen, und Pay TV werden immer stärker seitens der Mieter nachgefragt.

Im Übrigen sind es mittelständische Kabelnetzbetreiber, die den Breitbandausbau hierzulande maßgeblich mit vorantreiben, der erforderlich ist, um die künftigen Bedürfnisse der Arbeits- und Medienwelt in den Haushalten abzubilden. Dabei legen die Kabelnetzbetreiber mit ihren Investitionen zunehmend die technische Basis, um die Wohnungswirtschaft mit eigenen IP-Diensten zu versorgen. Somit stellt auch für Kabelnetzbetreiber mit eigenen IP-Infrastrukturen meinFernsehen eine wichtige Erweiterungsmöglichkeit ihrer Angebotspalette dar.

Ist IPTV mit meinFernsehen günstiger als Kabel?

Rutenbeck: Wichtig ist, dass unser Angebot alternative Möglichkeiten schafft, um Breitbandausbau und Medienversorgung intelligent miteinander zu verknüpfen. Für die Wohnungswirtschaft ist die Verbreiterung der Anbieterbasis und die Stärkung des Wettbewerbs in jedem Fall ein Plus.

Was bringt meinFernsehen den Mietern?

Rutenbeck: Wer erst einmal die Vielfalt des zeitversetzten Fernsehens und die Möglichkeiten der Wiedergabe auf weiteren Bildschirmen wie Notebook, Tablet und Smartphone kennengelernt hat, möchte diese nicht mehr missen. Hier bringt meinFernsehen dem Nutzer einen echten Gewinn.

Ein wichtiger Mehrwert ergibt sich aus der einfachen Handhabung. Fernsehen, Multiscreen und interaktive Anwendungen lassen sich über eine einzige integrierte Plattform erleben. Mit meinFernsehen führen wir heute noch getrennte Funktionen zusammen und leisten einen wichtigen Beitrag, um die neue Fernsehwelt wohnzimmertauglich zu machen.

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