Heizungsaustausch

Drei auf einen Streich

Hausbesitzer stehen vielerorts vor der Herausforderung, ihre mehrgeschossigen und zum Teil denkmalgeschützten Gebäude zeitgemäß zu sanieren. Modernes, effizientes Heizen gehört dazu. Energiesparende Brennwerttechnik sorgt für geringe Nebenkosten, eine smarte Heizungsbedienung für den gewünschten Komfort.

Der charmante, denkmalgeschützte Altbau Wilhelmstr. 17 in Stuttgarts Stadtbezirk Bad Cannstatt liegt ein Stück nach hinten versetzt. Auf dem so entstanden Vorplatz laden kleine Mauern und zwei Sitzbänke unter großen Bäumen zum Verweilen ein. Das viergeschossige Wohn- und Geschäftshaus wurde 1878 errichtet und erst als Buchbinder-Werkstatt und -Geschäft genutzt. Der heutige Besitzer,  Sanitär-Heizungsbaumeister Gerhard Veyhl, vermietet das ehemalige Ladengeschäft temporär für Ausstellungen und Events, die Wohnungen in den Obergeschossen hat er ständig vermietet.

Das Ladengeschäft und die beiden Wohnungen im 1. Stock sowie die Dachgeschosswohnung sind saniert, unterm Dach hat Gerhard Veyhl zudem bereits die Heizung ausgetauscht. Nun stand die Heizungsmodernisierung im Erdgeschoss sowie im 1. und 2. Obergeschoss auf dem Plan.

Bewährte Technik in neuem Design

Im Erdgeschoss und im 1. Stock waren zwei konventionelle Gas-Thermen installiert, die beiden Wohnungen im 2. Stock wurden noch mit Nachtspeicheröfen beheizt. „Das ist natürlich nicht mehr zeitgemäß. Wir wollten unseren Mietern auch im Altbau die neueste Technik und den besten Komfort bieten“, erklärt Veyhl. „Mit Geräten von Junkers haben wir  beste Erfahrungen gemacht und viele erfolgreiche Projekte realisiert.“ Als der Installateurmeister von der neuen Junkers Gerätelinie Cerapur 9000i hörte, war deshalb für ihn sofort klar, dass er diese in sein Objekt einbauen würde. Die Geräte vereinen energiesparende Brennwerttechnik mit smarter Heizungsbedienung für den gewünschten Komfort. „Für den Eins-zu-eins-Austausch ist die Cerapur optimal: Ein bewährtes Brennwertgerät, bei dem wir keinen großen Aufwand mit den Anschlüssen haben.“

Einfacher Umbau

Veyhls Mitarbeiter installierten an zwei Tagen, während die Mieter bei der Arbeit waren, in jeder Etage eine Cerapur 9000i und vergrößerten die Öffnungen zum Kaminschacht für das neue, doppelwandige Abgasrohr. Über dieses wird in der äußeren Röhre die Verbrennungsluft für das Gas-Brennwertgerät zugeführt, im Innenrohr gelangen die Abgase nach draußen. An einem weiteren Tag zogen die Monteure vom Dach aus ein Kunststoffrohr in den vorhandenen Schacht ein. Über diese Leitung erfolgt nun die Abgasführung der Geräte übers Dach. Das feuchtigkeitsunempfindliche Abgassystem ist bei der Umstellung von Heiz- auf Brennwerttechnik erforderlich, weil der Schacht sonst aufgrund des entstehenden Kondenswassers versotten würde. Zudem ist das neue Abgassystem druckdicht, so können die Geräte raumluft-unabhängig betrieben werden.

Die Cerapur 9000i haben jeweils eine maximale Leistung von 20 kW und beheizen damit pro Etage 120 m² über Radiatoren. Die Geräte können ihre Heizleistung bis auf 3 kW drosseln, das spart Energie und damit Betriebskosten. Auch der witterungsgeführte CW 400-Regler trägt dazu bei, dass die Geräte besonders effizient arbeiten und die Effizienzklasse A+ erreichen. Das neue Modell setzt auf die bewährte Cerapur-Reihe von Junkers auf, ist jedoch innen wie außen neu konstruiert und designt. „Die Geräte sind  robust verarbeitet und beinhalten viele Metall-Komponenten. Das ist mir gleich positiv aufgefallen“, erzählt Veyhl. „Außerdem sind alle Teile gut zugänglich und damit einfach und schnell zu warten.“

Äußerlich besticht die Anlage durch elegantes Design mit abgerundeten Ecken und einer hochwertigen Glasfront. Auffällig ist die Touch-Regelung, mit der die Bewohner beispielsweise das Zeitprogramm der Heizung ändern können. Das geht auch von unterwegs, denn das „i“ im Namen steht für die Internetfähigkeit der Gerätelinie: Die Heizung lässt sich mit der App JunkersHome über das Smartphone oder Tablet steuern.

Die genauen Verbrauchswerte der Heizung sowie die Temperaturverläufe des aktuellen und letzten Tages, der Woche und des Monats können sich Hausbesitzer und Mieter in der Portal-Lösung HomeCom anzeigen lassen. Die Plattform ist erreichbar unter www.junkers-homecom.de und bietet zahlreiche Analyse-, Einstellungs- und Optimierungsfunktionen. Damit nicht genug: Mit HomeCom PRO – der Portalversion für den Fachkunden – kann Heizungsfachmann Veyhl auf Wunsch seiner Mieter vom Büro aus Einstellungen an den Geräten in der Wilhelmstraße 17 vornehmen. Er kann zudem jederzeit sehen, ob bei den Anlagen alles rund läuft oder ob es eine Störung gibt.

Spagat gemeistert

„Bevor wir dem Kunden etwas Neues verkaufen, müssen wir uns selbst davon überzeugt haben, dass es funktioniert.“ Mit diesem Grundsatz hat Gerhard Veyhl seinen Sanitär- und Heizungsbetrieb in Stuttgart-Bad Cannstatt erfolgreich gemacht. Daher war es für ihn auch keine Frage, dass er die Cerapur 9000i zuerst im eigenen Gebäude installiert. Er wollte sich und seinen Kunden beweisen, dass die Modernisierung auf energiesparende Brennwertgeräte auch im mehrgeschossigen, denkmalgeschützten Gebäude einfach und ohne große bauliche Maßnahme möglich ist. Die neue Anlage überzeugte den Heizungsfachmann und Hausbesitzer auf ganzer Linie: „Junkers bietet technisch und optisch die Produkte, die perfekt zu unseren Anforderungen passen und der heutigen Vorstellung einer modernen Heizung gerecht werden.“ Die Heizungssteuerung via Smartphone und Tablet werde heute von vielen Kunden nachgefragt, auch die Möglichkeit der Fernüberwachung werde immer wichtiger.

Energieseitig rechnet Veyhl mit einer Einsparung von 15 % ge­­genüber den Altgeräten. „Da spielt auch die neue, witterungsgeführte Regelung mit hinein. Mehr Einsparung ist aber derzeit nicht realistisch, weil wir keine zusätzlichen Dämmmaßnahmen durchgeführt haben.“ Mit den renovierten Wohnungen und der attraktiven Heizungslösung hat Veyhl jedoch, wie es heißt, den Spagat zwischen Denkmalschutz und modernem Wohnen erfolgreich gemeistert.

Das neue Abgassystem ist druckdicht, so können die Geräte raumluftunabhängig betrieben werden.

Die Heizung lässt sich über das Smartphone oder Tablet steuern.

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