Barrierefreier Duschspaß

Zeitlos – aber auch für die Zukunft gedacht: So sollten die beiden Bäder in einem 150 m² großen Einfamilienhaus in Schloß Holte-Stukenbrock werden. Die Bauherren wünschten sich bodengleiche Duschnischen in einem modernen Look, der gleichzeitig praktische Wasserabläufe ohne eine optisch aufwendige Konstruktion bietet.

Bodenebene und damit barrierefreie Duschbereiche sind nicht nur auf lange Sicht eine Investition in generationsübergreifendes Bauen, sondern auch ein Statement für großzügige und offene Raumkonzepte. Freiraum ist eines der großen Themen unserer Zeit. Perfekt in Szene gesetzt wird dieses Lebensgefühl, wenn auch die Umsetzung von Wohnbereichen wie in Bädern nicht durch standardisierte Materialien vorgegeben ist.

Durch individuell auf Maß gefertigte Duschrinnen zum Beispiel ist die kleinteilige Zerstückelung des Bodenbelags, der Fliesen, nicht mehr erforderlich. In den hier gezeigten Bädern eines Einfamilienhauses im ostwestfälischen Schloß Holte-Stukenbrock haben die Bauherren gesteigerten Wert auf die Barrierefreiheit und den relativ geringen Aufwand bei der Reinigung gelegt. Denn die geradlinige Ausgestaltung der Bäder erleichtert auch deren Säuberung. Durchdachte und klar gegliederte Duschbereiche ohne unnötige Ecken und Kanten schaffen neben Freiraum eben auch Freizeit durch Zeitersparnis beim Putzen.

Fliesen und Edelstahl – eine perfekte Kombination

Puristisch präsentieren sich das große Badezimmer im Obergeschoss und das Gästebad mit Dusche im Erdgeschoss. Das Hauptbadezimmer im Obergeschoss ist hell gehalten, großformatige Fliesen mit Natursteinoptik vermitteln Zeitlosigkeit. Um den verfügbaren Platz perfekt zu nutzen, wurde die Dusche direkt neben die Badewanne geplant.

Die verbaute Duschrinne Elix der Firma Richard Brink mit einer Länge von 1680 mm folgt dem Wandabschnitt hin zur Verkleidung der Badewanne, wo das Wasser endgültig abgeleitet wird. Ein Duschrost mit geschliffener Oberfläche bildet den optischen Abschluss und erzeugt einen spannenden Gegensatz zu den weißen und anthrazitfarbenen Fliesen.

Duschbereich – alles aus einem Guss

Im Gästebadezimmer im Erdgeschoss sorgen sanfte Sand- und Erdtöne für eine ruhige und harmonische Atmosphäre. Auf einen Duschrost aus Edelstahl wurde hier verzichtet – stattdessen bildet eine Fliesenschale die Abdeckung. Auf diese Weise wirkt der Duschbereich homogen und „wie aus einem Guss“, die Natürlichkeit des Farbenspiels der verwendeten Fliesen bleibt erhalten.

Die 1000 mm lange Duschrinne liegt leicht versetzt von der Stirnseite der Dusche, direkt zwischen der Wand und der Glasscheibenabtrennung an, sodass das Wasser an beiden Seiten durch ein leichtes Gefälle in Richtung der Duschrinne abfließen kann. Dadurch entsteht ein moderner Look. Die Einlaufbreite der Rinnen beträgt in beiden Badezimmern 70 mm.

Barrierefreiheit – Bauen mit Blick in die Zukunft

In den Bädern ist durch die Duschrinnen die Barrierefreiheit gewährleistet. Die Bauherren haben den Blick in die Zukunft geworfen und hatten nicht nur den Anspruch an ein junges Wohnen mit modernem Interieur, sondern auch an eine lebenslange Nutzbarkeit.

Die Besonderheit bei den Duschrinnen ist das passgenaue Profil, durch das sie sich in beiden Bädern bündig in die Nischen einfügen. So bleibt auch das Fliesenraster erhalten, die einzelnen Fliesen müssen nicht kleinteilig zerstückelt werden – das harmonische Bild, das die großformatigen Fliesen in beiden Bädern bieten, bleibt bestehen.

Maßgenaue Lösungen „Made in Germany“ – in kürzester Zeit

Die Rinnen und Roste sind komplett aus Edelstahl gefertigt und erleichtern durch höhenjustierbare Stützfüße die Ausrichtung des Entwässerungssystems. Standardmäßig lassen sich die Rinnen von 92 mm auf 107 mm erhöhen. Weitere Höhen werden auf Kundenwunsch aber ebenso realisiert. Durch den asymmetrischen Aufbau des Siphons ist die Platzierung direkt an Wänden problemlos möglich. Für den benötigten Wandanschluss werden die Aufkantungen individuell produziert. Ob nun rein mit Bodenflansch oder mit ein- bis dreiseitigen Aufkantungen, alles ist frei wählbar.

Das Bad im Obergeschoss wurde zum Beispiel mit einer dreiseitig aufgekanteten Duschrinne ausgestattet, das Gästebad im Parterre mit einer zweiseitigen Aufkantung an den Stirnseiten. Das Architekturbüro Weege hat bereits im Vorfeld mehrfach Produkte der Firma Richard Brink eingesetzt. Vor allem die Möglichkeit, maßgefertigte Produkte sowohl für Neu- als auch Bestandsbauten innerhalb von kürzester Zeit zu bekommen, hat den Architekten und die Bauherren überzeugt. Die Bewohner profitieren nun von Badezimmern, die durch ihre Optik und Funktionalität gleichermaßen auffallen.

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