31 Kommunen wurden für die Förderrunde 2019-2022 ausgewählt

„Bildung, Wirtschaft, Arbeit im Quartier – BIWAQ“ geht digital in die nächste Runde

Das Bundesbauministerium unterstützt deutschlandweit Projekte in benachteiligten Quartieren, die die Chancen der Bewohner auf Arbeit und Ausbildung verbessern und zur Stärkung der lokalen Ökonomie beitragen. Das fördert den sozialen Zusammenhalt vor Ort. Gesucht wurden Projektvorschläge für die Quartiere des Städtebauförderungsprogrammes „Soziale Stadt“, die auch die digitale Inklusion im Blick haben. Finanziert werden die Projekte aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) und Bundesmitteln.

Im September 2017 hatte das Bundesbauministerium das Interessenbekundungsverfahren für die neue Förderrunde (2019-2022) gestartet. Rund 100 Kommunen aus allen Bundesländern bewarben sich. Nun hat ein unabhängiges Gutachtergremium 31 Kommunen ausgewählt, die zur Antragstellung aufgefordert werden.

Bundesminister Horst Seehofer: „Das Programm BIWAQ fördert mit europäischen Geldern und Mitteln des Bundes Arbeitsmarktprojekte in benachteiligten Stadt- und Ortsteilen. Der Blick wird in dieser Förderrunde auch auf die digitale Inklusion gelenkt. Denn obwohl sehr viele ein Smartphone besitzen, braucht es Unterstützung bei Themen, die zunehmend online behandelt werden: Arbeitssuche und Bewerbung, Organisation von Terminen bei Ämtern, Abrechnungen beim Versorger, Suche nach Beratungsstellen und auch die Beteiligung an Entscheidungen. BIWAQ vermittelt den Menschen in benachteiligten Quartieren Kompetenzen, die ihnen ermöglichen, an diesen Dingen teilzuhaben.“

Bei BIWAQ entscheiden die Kommunen als Antragsteller selbst, welche konkreten Maßnahmen zur Integration von arbeitslosen Frauen und Männern ab 27 Jahren in Beschäftigung sie fördern. Das können Qualifizierungen zur Online-Bewerbung und –Arbeitssuche, die Akquise von Praktikums- und Arbeitsplatzangeboten oder die Unterstützung digitaler Unternehmensnetzwerke sein. Aber auch „klassische" Maßnahmen wie die Unterstützung bei der Wohnumfeldverbesserung, zum Beispiel die Anlage eines Nachbarschaftsgartens, können umgesetzt werden. Dadurch sind die Angebote passgenau und bedarfsgerecht und orientieren sich an den Zielen der integrierten Stadtentwicklung vor Ort. Hierzu gehört auch, dass alle relevanten Partner vor Ort einbezogen werden, neben den kommunal Verantwortlichen und den Jobcentern sind dies beispielsweise auch regionale Unternehmen.

Für das ESF-Bundesprogramm BIWAQ stehen für die gesamte EU-Förderperiode 2014-2020 bis zu rd. 90 Mio. € aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) und bis zu rd. 64,5 Mio. € nationale Mittel aus dem Haushalt des BMI zur Verfügung; davon für die jetzige neue Förderrunde 2019-2022 bis zu rd. 30 Mio. € ESF- und bis zu rd. 20 Mio. € BMI-Mittel.

Die 31 ausgewählten Kommunen können in Kürze ihre Anträge beim Bundesverwaltungsamt in Köln stellen. Die Projekte sollen zum 1. Januar 2019 starten. Weitere Informationen unter www.biwaq.de

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