Umfrage von FondsForum und Deloitte: Digitalisierung in der Immobilienbranche noch am Anfang

Laut einer Anfang Januar 2018 abgeschlossenen Umfrage des FondsForum zum Stand der Digitalisierungsumstellung in den Unternehmen der institutionellen Immobilienwirtschaft stehen knapp Dreiviertel der institutionellen Anleger- und Immobilienunternehmen immer noch am Anfang ihrer Digitalisierungsumstellung. Dabei stufen 90 % den Digitalisierungsprozess als wichtig oder sogar sehr wichtig ein.

Teilgenommen haben fast 100 Unternehmen, insbesondere Anlegerunternehmen, Fondsgesellschaften, Immobiliendienstleister und Projektentwickler. Die weltweit tätige Beratungsgesellschaft Deloitte wird die detaillierten Ergebnisse anlässlich der Digital-Konferenz des FondsForum am 23. Januar 2018 vorstellen und auch die Sichtweisen anderer Branchenteilnehmer wie Asset- und Fondsmanager, Projektentwickler sowie Kreditinstitute aufzeigen. Die Umfrage selbst wurde anlässlich des Immobilien-FondsForum im November 2017 durchgeführt.

„Die Umfrage zeigt deutlich, dass das Thema Digitalisierung immer noch nicht operativ bei der institutionellen Immobilienwirtschaft angekommen ist. Viele Marktteilnehmer sind offenbar nach wie vor in einer Warteposition“, erläutert Oliver Strumpf, Mitbegründer des FondsForum und Initiator der Digital-Konferenz.

Nur 20 % Anlegerunternehmen wie Pensionskassen, Versicherungen und Versorgungswerken, sehen den Digitalisierungsprozess bei sich schon als beendet oder kurz vor dem Abschluss. 80 % dieser Teilnehmergruppe erwarten für ihre bestehenden Geschäftsmodelle und Prozesse durch die Digitalisierung eine starke Veränderung oder zumindest eine Weiterentwicklung.

Die meisten Anleger sehen die Notwendigkeit der Digitalisierung eher in einer höheren Datenverfügbarkeit und -transparenz. Über die Hälfte der institutionellen Investoren betrachtet den Digitalisierungsprozess als „sehr wichtig“. Sie wollen größere oder gar hohe Beträge in die Digitalisierungsumstellung investieren.

Nur 10 % führen die Digitalisierungsumstellung ohne fremde Hilfe durch. Die meisten Anlegerunternehmen holen sich für die Umstellung externe Hilfe von Beratungsunternehmen oder Digitalisierungsspezialisten. Entgegen anderer Branchenteilnehmer verwerten Anlegerunternehmen den Nutzen der Digitalisierungsumstellung nur für ihr eigenes Unternehmen. Zusammenschlüsse oder strategische Allianzen haben im Rahmen der Digitalisierungsumstellung nur ungefähr ein Drittel der Anleger vorangetrieben.

Thematisch passende Artikel:

Investorenumfrage 2017 von Engel & Völkers: 85 % aller Institutionellen wollen Wohninvestments ausweiten

Wohnimmobilien sind die begehrteste Assetklasse professioneller Immobilieninvestoren. Rund 85 % der Befragten wollen ihre Investments in Wohnimmobilien verstärken. An zweiter Stelle folgen...

mehr

EVIC-Investorenumfrage 2017: Mehrheit der institutionellen Investoren rechnet mittelfristig mit stabilen Wohnimmobilienpreisen

Die Mehrheit der institutionellen Anleger in Deutschland rechnet in den kommenden zwei Jahren weiterhin mit stabilen bis steigenden Wohnimmobilienpreisen. Allerdings scheint die Phase der rasanten...

mehr

Digitalisierung in der Immobilienwirtschaft: BID-Studie zeigt Chancen und Risiken

Die Optimierung von Geschäfts- und Produktionsprozessen, bessere Kommunikationsmöglichkeiten und weniger Planungsrisiko – die Chancen, die die Digitalisierung der Immobilienwirtschaft bietet, sind...

mehr

Digitalisierungsforum BFW 4.0: Visionen und Realitätscheck

Rund 60 Experten diskutierten im Rahmen des Digitalisierungsforum „BFW 4.0 – Entwickeln, bauen, erhalten…digital" in Berlin, wie die Immobilienwirtschaft die digitale Transformation umsetzt und die...

mehr

Wohnungswirtschaft: auf dem Weg zum digitalen Vermieter?

Die Wohnungswirtschaft sieht ihr Kerngeschäft durch die Digitalisierung nicht gefährdet. Gleichzeitig arbeitet sie daran, selbst digitale Strukturen zu schaffen. Diese werden zunächst vor allem den...

mehr