Startschuss für Neubauprojekt mit Mietwohnungen und Hotel an der Berliner East Side Gallery

Pier 61|63 ermöglicht Wohnen direkt an der Spree. Visualisierung: TROCKLAND / Eller+Eller Architekten
Pier 61|63 ermöglicht Wohnen direkt an der Spree. Visualisierung: TROCKLAND / Eller+Eller Architekten
Bereits 2013 geplant, nimmt das Bauprojekt an der Mühlenstraße 61-63 in Berlin-Friedrichshain nun konkrete Formen an: Das Investment- und Projektentwicklungsunternehmen Trockland (www.trockland.com) hat jetzt Verträge mit internationalen Investoren unterzeichnet, um das direkt am Spreeufer und der weltberühmten East Side Gallery gelegene Grundstück zu entwickeln. Unter dem Namen „Pier 61|63“ entsteht in prominenter Lage ein markantes Gebäude mit einer Mischnutzung aus Hotel, Gastronomie und Mietwohnungen. Trockland übernimmt das Projekt mit einer bestehenden Baugenehmigung für diesen Standort. Mit den Bauarbeiten wird Anfang 2018 begonnen, die Fertigstelllung des Projekts ist für 2021 geplant.

„Es ist uns eine besondere Verpflichtung, hier an der East Side Gallery einen Ort zu schaffen, an dem sich der außergewöhnliche Flair Berlins widerspiegelt, der zugleich einem weltbekannten Symbol der Stadt einen würdigen Rahmen gibt und allen Menschen offen steht“, kommentiert Vitali Kivmann als Vertreter der Eigentümer das Joint Venture.

Mit der Eröffnung des Projekts werden erstmals beide Seiten des East Side Parks direkt am Ufer durchgängig begehbar sein. Somit unterstützt Pier 61|63 das städtebauliche Konzept, das Gelände entlang der rund 1,3 km langen Open-Air-Galerie noch weiter zu öffnen und erlebbarer zu machen.

Das vom Architekturbüro Eller + Eller Architekten GmbH geplante neungeschossige Gebäude wendet sich in seiner gesamten Länge als geometrischer Solitär der Spree zu. Die Lage am Fluss, der East Side Park, die East Side Gallery und der benachbarte Wohnturm bestimmen maßgeblich die Architektur. Erasmus Eller, Geschäftsführer von Eller + Eller Architekten, über das Design: „An diesem exponierten und besonderen Standort wollen wir durch eine visuelle Haptik der Fassade Plastizität und Lebendigkeit erzeugen. Loggien werden wie Boxen in unterschiedlichen Breiten und Höhen – mit Vor- und Rücksprüngen – angeordnet und schaffen so zusätzlichen Freiraum für die Bewohner.“ Raumhohe Fensterflächen nach Süden und gläserne Balustraden gewähren Transparenz und erlauben ungehinderte Aussichten auf die Spree – von der Jannowitzbrücke bis zur Oberbaumbrücke, einem Wahrzeichen für das junge kosmopolitische Berlin.

Auf einer Bruttogeschossfläche von ca. 22.000 m² entstehen zum einen ein Hotel mit 167 Zimmern in der westlichen Gebäudehälfte sowie zwischen 62 Mietwohnungen in der östlichen Hälfte. Diese verfügen über unterschiedliche Größen von einem bis fünf Zimmer und sind teilweise als Maisonette-Wohnungen angelegt. Die Besonderheit der großen Wohnungen ist ihre durch den Gebäudekörper „durchgesteckte“ Anordnung von Norden in der Mühlenstraße nach Süden und somit zur Spree. Die Konzeption des Gebäudes ist von innen nach außen gedacht und ermöglicht so vielschichtige Lebenssituationen. Kleine Wohnungen für Singles werden ebenso entstehen wie große Wohnungen für Familien. Alle Einheiten – Wohnungen und Hotel – werden mit Balkonen ausgestattet sein.

Pier 61|63 soll sich zu einem kleinen Stück Stadt am Wasser entwickeln. Daher laden neben einer Lounge im Erdgeschoss weitere Bistros und Cafés mit Terrassen auf Spreeniveau zum Verweilen ein. Diese sind sowohl über eine Außentreppe am Gebäude sowie über den vier Meter breiten öffentlichen Uferweg erreichbar. Trockland führt zurzeit Gesprä-che mit möglichen Hotelbetreibern und steht kurz vor Vertragsabschluss.

Die ehemalige „Hinterlandmauer“ als Teil der Berliner Mauer hat als East Side Gallery eine doppelte historische Bedeutung erlangt. Trockland ist sich dem Stellenwert des Baudenkmals bewusst und wird gemäß der vorliegenden Baugenehmigung die umfangreichen denkmalpflegerischen Auflagen erfüllen.