Darmstadt: Bauverein AG sanierte denkmalgeschützte Gebäude am Spessartring

Wie zu Buxbaums Zeiten wurden die Häuser am Darmstädter Spessartring saniert. Foto: Bauverein AG
Wie zu Buxbaums Zeiten wurden die Häuser am Darmstädter Spessartring saniert. Foto: Bauverein AG
Am Spessartring in Darmstadt hat sich in den vergangenen acht Monaten allerhand getan. Nach zwei Eckhäusern, die als Auftakt zur Großmodernisierung des historischen, von August Buxbaum entworfenen Straßenzugs im zweiten Halbjahr 2016 von der Bauverein AG (www.bauvereinag.de ) überarbeitet worden waren, geht es 2017 mit großem Tempo weiter voran. Zwischen Januar und August 2017 wurden die Liegenschaften Spessartring 10, 12, 14 und 18 großmodernisiert – in enger Abstimmung mit dem Denkmalschutz. Aktuell sind die Häuser am Spessartring 8 / Gutenbergstraße 76, Spessartring 4-6 und Spessartring 2 / Kranichsteiner Straße 69 in Bearbeitung.

Die vier Häuser am Spessartring 10,12,14 und 18 wurden analog zu den in 2016 fertiggestellten Gebäuden modernisiert. Dabei wurde besonderes Augenmerk darauf gelegt, die Häuser wieder so herzurichten wie sie zu Zeiten ausgesehen haben sollen. Das bedeutet: Vorhandene Kunststofffenster wurden, dem historischen Vorbild entsprechend, wieder gegen Holzsprossenfenster ausgetauscht und Holzklappläden denkmalgerecht erneuert. Zum Einsatz kamen hier Klappläden aus Lärchenholz, die am Spessartring 10,12,14 und 18 in moosgrün gestrichen sind.

Auch die Hauseingänge wurden nach Denkmalschutzaspekten überarbeitet. Selbst bei der Dacherneuerung war der Denkmalschutz ein Thema: Bei der Neueindeckung wurde die vorher verwendete „Frankfurter Pfanne“ durch Biberschwanzziegel ersetzt. Alle vier Gebäude wurden zudem im Verlauf der Arbeiten einer Putzsanierung unterzogen und erhielten anschließend einen neuen Fassadenanstrich. Dieser ist am Spessartring 10, 12 und 14 etwas heller als das am Spessartring 16, 18 und 27 verwendete Amberger Gelb und passt sich damit der bereits vorhandenen Farbgebung an.

Bei der Fassadengestaltung arbeitet die Bauverein AG bei allen Objekten eng mit einem vom Landesamt für Denkmalpflege in Wiesbaden empfohlenen Restaurator zusammen. Mit seiner Hilfe konnten anhand von Farbresten die alten Fassadenfarben rekonstruiert werden, so dass die Gebäude nun wieder in altem Glanz erstrahlen.

Die Modernisierung erfolgte in bewohntem Zustand; die Gerüste wurden bereits im August ab- und parallel dazu am Spessartring 8 / Gutenbergstr. 76, am Spessartring 4-6 sowie am Spessartring 2 / Kranichsteiner Straße 69 wieder aufgebaut. Bis Jahresende 2017 sollen dann auch diese Liegenschaften fertiggestellt werden. Anders als ihre „Vorgänger“ erhalten sie allerdings einen Fassadenanstrich in „Pompejanisch Rot“ und heben sich somit optisch von den bereits modernisierten Gebäuden ab. Wie schon an den 2016 modernisierten Gebäuden sollen auch an allen weiteren Häusern in Rücksprache mit der Naturschutzorganisation NABU Mauerseglerkästen angebracht werden, um den Zugvögeln eine Nistmöglichkeit zu bieten.

2018 geht es an den dritten Abschnitt der bis 2021 geplanten Großmodernisierung. Vorgesehen ist dann, die Häuser Rhönring 64 / Kranichsteiner Straße 58, Rhönring 62 / Taunusstraße 55, Rhönring 60 / Taunusstraße 56, Rhönring 58 / Lichtenbergstraße 91 und Rhönring 56 / Lichtenbergstraße 82 zu überarbeiten. Betroffen sind fünf Gebäude mit 99 Wohnungen. Die Bauverein AG investiert bis 2021 insgesamt 50 Mio. € in die Maßnahme im Rhön- und Spessartring und trägt damit, wie es heißt, maßgeblich zur Verbesserung des Stadtbildes an dieser vielbefahrenen Hauptverkehrsachse bei.

„2016 sind wir mit der Großmodernisierung des sehenswerten Ensembles gestartet. Bis Ende 2017 werden wir uns bereits ein großes Stück nach Westen, Richtung Frankfurter Straße, vorgearbeitet haben. Dann sehen die modernisierten Gebäude am Spessartring sowie am nördlichen Rhönring wieder so aus wie zu Buxbaums Zeiten. Dieses im frühen 20. Jahrhundert von einem großem Architekten entworfene und seinerzeit architektonisch richtungweisende Bauwerk wieder stärker ins Blickfeld rücken zu können, macht uns stolz und wir freuen uns auf den nächsten Bauabschnitt“, so Vorstand Armin Niedenthal.