Energiedienstleister Techem baut seinen Service für die Wohnungswirtschaft aus

Mit Smart Energy und Big Data die Energiewende schaffen

Experten diskutierten am Vorabend der ISH-Messe über Chancen und Herausforderungen, die Klimaschutz und Digitalisierung mit sich bringen.

Die gesamte Immobilienwirtschaft ist mit den beiden Megatrends Klimaschutz und Digitalisierung konfrontiert. Der Klimaschutzplan 2050 der Bundesregierung stellt hohe Anforderungen an die Branche: Ziel ist es, bis zum Jahr 2050 einen klimaneutralen Gebäudebestand zu erreichen. Dazu sollen bereits bis zum Jahr 2030 in Gebäuden 8 Mio. t CO2 mehr vermieden werden, als bislang geplant. Insgesamt soll die CO2-Emission damit gegenüber 1990 um rund zwei Drittel zurückgehen.

Gleichzeitig prägt die Digitalisierung das Zusammenleben und Zusammenarbeiten der Menschen immer stärker. Die zunehmende Akzeptanz digitaler Services in der breiten Bevölkerung, die intelligente Vernetzung von Maschinen im Privat- und Berufsleben, neue und effizientere Funktechnologien zur Datenübertragung, die Entwicklung von leistungsfähigen Chips und Sensoren sowie intuitive, displaygestützte Bedienung von Geräten bergen viele Chancen – schüren aber auch Erwartungen.

Gemeinsam bieten beide Trends Immobilienverantwortlichen neue Möglichkeiten, stellen sie aber auch vor große Herausforderungen und erzeugen starken Veränderungsdruck: Eine deutliche Verbesserung der Energieeffizienz und mehr Vermeidung von CO2 zu möglichst geringen Kosten und Aufwand für sie und die Gebäudenutzer, die Nutzung digitaler Möglichkeiten für möglichst effiziente immobilienwirtschaftliche Prozesse und natürlich insgesamt zur Wertsteigerung der eigenen Immobilien, auch durch bessere Vermietbarkeit gerade in Mietermärkten.

Vorreiter für digitales Energiemanagement

Techem ist bereits seit 60 Jahren im Bereich Energieeffizienz in Gebäuden tätig und hat sein Produktportfolio dazu kontinuierlich ausgebaut. Allein durch Techem Services werden weltweit jedes Jahr rund 6,5 Mio. t CO2 vermieden. Das Unternehmen hat eine Vorreiterrolle bei der Digitalisierung des Energiemanagements in der Immobilienwirtschaft eingenommen. Es bietet seinen Kunden bereits seit drei Jahrzehnten elektronische Wärmeerfassung, seit über 10 Jahren stationäre Funkfernauslesung und auf dieser Basis erste Produkte im Smart Building Bereich.

Techem verfügt zudem durch die Heizkostenabrechnung, Contracting und weitere Mehrwertdienste über fundierte energetische Informationen zu einer Vielzahl von Gebäuden, ein hohes Maß an energetischer Kompetenz und langjährige Expertise in der Auswertung großer Datenmengen auf Gebäudeebene, auch um Optimierungspotenziale aufzuzeigen. Moderne digitale Analysemethoden helfen dabei zunehmend.

„Techem ist seit Jahren einer der Vorreiter für digitales Energiemanagement. Und nun gehen wir bei der Verknüpfung der beiden Megatrends von Energieeffizienz und Digitalisierung den nächsten wichtigen Schritt“, fasst Techem CEO Frank Hyldmar zusammen. „Wir wollen in unserem Service die noch fehlenden Glieder der energetischen Wertschöpfungskette in Immobilien erschließen. Dabei setzen wir im Schulterschluss mit unseren Kunden künftig noch konsequenter auf Digitalisierung, Vernetzung und intelligente Technologie, wo immer dies möglich und sinnvoll ist.“

„Unser Ziel ist eine kostengünstige, für alle Beteiligten möglichst aufwandslose Erhöhung der Energieeffizienz und CO2-Vermeidung, immobilienwirtschaftliche Prozesse zu vereinfachen und den Komfort für Immobilienverantwortliche und Bewohner zu steigern – bei gleichzeitig minimalem Aufwand für unsere Kunden“, ergänzt Dr. Rainer Baumann, Head of Solution Management bei Techem.

Holistische energetische Gebäudeoptimierung

Techem plant in diesem Zuge auch, sein Lösungsportfolio zu erweitern, um seinen Kunden eine holistische energetische Gebäudeoptimierung anbieten zu können. Ansatzpunkte dafür bietet zum Beispiel ein energetisches Gebäudescreening in Verbindung mit anschließenden Beratungsleistungen, aktive Optimierung des Wärmeverteilsystems oder Smart Energy-Systeme inklusive Einbauservice.

Eine weitere Idee ist die Einbindung zusätzlicher Wärmeerzeuger in das digitale Monitoring von Heizungsanlagen. Schon heute wird der Betrieb hunderter von Anlagen im Techem Contracting über einen digitalen Leitstand überwacht. Zukünftig könnten dort weitere Anlagen einfließen, bei denen Techem auch für den vergleichsweise kurzen Zeitraum weniger Jahre neben der Betriebsführung weitere Leistungen wie den Erdgaseinkauf übernimmt. Die Folge wäre eine laufende, zeitnahe Optimierung des Anlagenbetriebs und effizientere Prozesssteuerung.

„Als erstes Unternehmen unserer Branche wollen wir ein ganzheitliches, digitalgestütztes Energie- und Immobilienmanagement anbieten: vom Einkauf des Brennstoffs über optimierte Erzeugung und Verteilung bis hin zur optimalen Nutzung durch den Verbraucher in der Immobilie“, sagt Holger Suschowk, Geschäftsführer der Techem Energy Contracting GmbH.

Intelligente Assistenzsysteme (Smart Energy) wie eine vereinfachte Heizkörperregelung mit Verbrauchsvisualisierung in Echtzeit unterstützen Verbraucher bei einem sparsamen Umgang mit Wärme. Bei einem Pilotprojekt mit Vodafone untersucht Techem derzeit, welche weiteren Vorteile neue Funktechnologien wie Narrowband-IoT für digitales Energiemanagement mit sich bringen können. Mit Narrowband- IoT soll die Vernetzung von Geräten auch dort gelingen, wo Mobilfunk sonst nur schwer hinkommt.

Techem ist eigenen Angaben zufolge schon heute führend bei der Weiterentwicklung der Digitalisierung zur Datenintegration in die ERP-Systeme der Wohnungswirtschaft, mit dem Ergebnis gesteigerter Prozesseffizienz beim Kunden. Auch hier bietet der Fortschritt der Digitalisierung Chancen, die Prozesse weiter zu optimieren. Zu guter Letzt plant der Energiedienstleister den Einsatz moderner, digitaler Technologien sowie Kommunikationskanäle und –geräte auch für seine operativen Prozesse, z.B. durch Self Service-Angebote oder für den Dialog mit Kunden oder deren Mietern. Für die Immobilienverantwortlichen, aber auch die Immobiliennutzer, ginge das mit einer deutlichen Komfortsteigerung einher.

„Durch die konsequente Verbindung unserer langjährigen Erfahrung im Energiemanagement mit bereits vorhandenen umfassenden digitalen energetischen Informationen zu mehr als 500.000 Wohngebäuden hierzulande, zusätzlich generierten Daten und den Möglichkeiten von Big Data, moderner Sensorik und intelligenter Technik, können wir unsere Kunden unterstützen, ihre Prozesse zu optimieren und Mehrwertdienste für Mieter und Bewohner zu schaffen“, resümiert Frank Hyldmar, Chief Executive Officer der Techem GmbH. „So erreichen wir mehr als eine bezahlbare Energieeffizienz in der Breite und damit Klimaschutz. Künftig wollen wir Techem zum ersten Anbieter für gesamtheitliche und digitale Gebäudeoptimierung machen und damit die Nummer eins im digitalen Wärme- und auch Kältemanagement werden.“