Die Wohnanlage „The Garden Living“ unterscheidet sich vom architektonischen „Einheitsbrei“

Verglaste Aufzüge am einstigen Grenzübergang

Die Wohnanlage „The Garden Living“ in Berlin-Mitte bietet Reihenhäuser mit Gärten, aber auch Penthäuser sowie Miet- und Eigentumswohnungen auf bis zu zehn Etagen. Bei den Aufzügen setzte der Generalunternehmer auf wirtschaftliche Serienmodelle mit einem individualisierten Design. 

Die Chausseestraße ist die älteste Verbindung zwischen dem Zentrum Berlins und dem Stadtteil Wedding. Genau dort, wo der Grenzraum zwischen Berlin (West) und der Hauptstadt der DDR in den neunziger Jahren nur eine öde, leere Fläche übrig ließ, entstand das Wohnprojekt „The Garden Living“. Ausgeführt wurde das Projekt von der BAM Deutschland AG. Der Investor und Bauherr ist Peakside Capital, ein unabhängiger, inhabergeführter Immobilien Investment Manager.

Wohnanlage trifft Erholungsgebiet

Das Angebot an Mietwohnungen von „The Garden Living“ an der Chausseestraße in Berlin-Mitte ist ebenso umfang- wie abwechslungsreich. Es reicht vom 33 m2 großen Apartment bis zur 142 m2 großen Vierzimmer-Luxuswohnung mit Balkon oder Terrasse. Zusätzlich punktet die Wohnanlage mit individueller und hochwertiger Gestaltung.

Gleiches gilt für die Gestaltung der Außenräume: Mit dem Durchschreiten eines Tors eröffnet sich hinter der geschäftigen Chausseestraße eine völlig neue Welt: „The Garden Living“ verfügt über ansprechende, idyllische Gärten, die ihren Anwohnern das Leben im Grünen selbst in Berlin-Mitte ermöglichen. Hier wurden Rückzugsorte geschaffen, um vom Alltag entspannen zu können. Darüber hinaus profitieren Kinder von ruhigen und sicheren Spielzonen.

Design bis ins Detail

Mit der Planung wurde das Berliner Büro Eike Becker Architekten beauftragt, das sich auf komplexe urbane Bauvorhaben spezialisiert hat. Becker achtete besonders auf lichtdurchflutete Räume, elegante Schnitte und hochwertige Materialien. Der grüne Innenhof geht über in einen Garten, der sich in Richtung Kirchhof öffnet. Ein ansehnlicher Baumbestand bildet den Abschluss einer Sichtachse, die die zeitgenössischen Neubauten mit der traditionsreichen Geschichte dieses Ortes verbindet und eine Backsteinkapelle beherbergt. 

BAM-Projektleiter Frank Wolff sorgte dafür, dass der anspruchsvolle, urbane Stil auch in der technischen Gebäudeausrüstung sichtbar ist. Mit viel Detailverliebtheit wurde der Baukomplex vom Lichtschalter über den Heizkörper bis zum Aufzug erschaffen – letzterer kam von Schindler. Wolff entschied sich für das Modell 3300.

Liberta-Konzept öffnet Türen

„Der 3300 genießt in der Branche einen guten Ruf, die Technik gilt als vorbildlich“, sagt der Projektleiter. „Zudem lässt sich das Design individualisieren, ohne dass mit exorbitant teuren Preissprüngen zu rechnen ist.“

Ein Blick in die Kabinen zeigt, wie gut die Aufzüge ins Gesamtkonzept der Wohnanlage passen: Für die Gebäude im vorderen Bereich wählten Architekt und Investor eine edle Holzoptik. Sie zählt zu den Standardausstattungen des Schindler 3300, welche mit zwei Stilrichtungen, fünf Decken, 41 Farben und einer freien Kombinierbarkeit maximale Gestaltungsmöglichkeiten bieten.

Lieferung auf den Punkt genau

Für die Eigentumswohnungen im hinteren Bereich sah der Entwurf des Architekten sieben Kabinen mit speziell gefertigten und eingefärbten Glaspaneelen sowie großen runden LED-Deckenleuchten vor. Diese Kabinen stattete Schindler vor Ort aus. „Eine so hochwertige Kabinenausstattung in einem so leichten Aufzug mit begrenzter Tragkraft – ich war selbst ganz erstaunt über die Möglichkeiten“, sagt Projektleiter Wolff.

Mit „The Garden Living“ schlossen die Bauherren von Peakside Capital eine städtebauliche Lücke, dementsprechend knapp war auch die Fläche zur Baustelleneinrichtung. „Wir hatten nur wenig Möglichkeiten, das Material zu lagern“, erinnert sich Wolff. „Um Engpässe bei den Zufahrten zu vermeiden, mussten alle Anlieferungen ‚just in time’ erfolgen.“

Hochformat in chic

Zur Straße hin gibt es zwei Kopfbauten mit bis zu 10 Geschossen. Dies ist im Vergleich zum früher üblichen Wohnungsbau in Berlin-Mitte außergewöhnlich hoch. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts waren hier in der Regel zunächst fünf, später, als die Architekten Raumhöhen reduzierten, sieben Vollgeschosse erlaubt.

Mithilfe der zusätzlichen Stockwerke definierte Eike Becker die beiden Kopfbauten als Tor in der sonst recht einheitlichen Bauflucht der Chausseestraße. Die vom Tor ausgehende Achse weist in Richtung der neogotischen Kapelle des Friedhofs der Domgemeinde und wurde im Inneren von „The Garden Living“ als Fußweg angelegt, an dem sich drei kleine, grüne Binnenhöfe befinden. Dort gruppieren sich insgesamt 13 Reihenhäuser mit je sieben Geschossen, in den oberen Etagen eine Art von Penthäusern. Kleingärten auf der Hinterseite runden die Wohnqualität ideal ab.

Exklusivität für 54 Mio. €

Auf einer Fläche von 12.000 m2 sind innerhalb von zwei Jahren 16 Gebäude mit insgesamt 278 Wohnungen entstanden. 151 Mietwohnungen liegen im vorderen Bereich des Gebäudekomplexes; auf der Rückseite befinden sich die Eigentumswohnungen.

Der Kaufpreis liegt bei 4.000 bis 6.000 €, die Kaltmiete bei 14 € pro m2. Damit zählt das direkt gegenüber der neuen BND-Zentrale liegende Quartier zu den gehobenen Neubauten im Bereich Eigentums- und Mietwohnungen. Insgesamt wurden 54 Mio. € in die knapp 47.000 m2 Bruttogeschossfläche investiert.

Weil die Projektlogistik zwischen der BAM Deutschland AG sowie dem Investor und Bauherrn Peakside Capital knapp zwei Jahre so reibungslos ablief, konnten die Gebäude planmäßig bis Juni 2016 gestaffelt in Betrieb genommen werden. Die Wohnungen wurden komplett verkauft; viele Bewohner sind bereits eingezogen. Daran, dass an dieser Stelle einmal eine Mauer die Stadt teilte, erinnern nur noch in den Innenhof eingelassene Stahlprofile. Jetzt ist hier Berlins grüne Mitte.

Vom Lichtschalter über den Heizkörper bis zum Aufzug: Der anspruchsvolle, urbane Stil auch ist auch in der technischen Gebäudeausrüstung sichtbar.