Photovoltaik

Sonnenstrom lohnt sich

Bei einem Gewerbebau in Nottuln liefern 2000 m² Leichtdach Strom. Der Dachaufbau und die durchdringungsfrei montierte Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 162 kWp kommen dabei aus einer Hand.

Als Bauherr Marcus Ahlers seine erste Photovoltaikanlage von Dachdeckermeister Jörg Welling empfohlen bekam, freute er sich, einen ökologischen Beitrag leisten zu können und dabei wirtschaftlich unabhängiger von ständig steigenden Strompreisen zu werden. Für die großen Trapezblechdachflächen seines Gewerbeneubaus in Nottuln wählte der Unternehmer wieder einen dauerhaft sicheren Dachaufbau mit einer durchdringungsfrei vom Dachdecker montierten Photovoltaik-Anlage. Alles aus einer Hand. „Wenn ich so die Welt ein wenig nachhaltiger machen kann und dabei noch Gewinn mache, dann tu ich das doch besonders gern.“

Solaranlagen auf den weitläufigen Dachflächen gewerblicher Gebäude lohnen sich. Moderne Systeme machen das Flachdach zur sicheren und hocheffizienten energetischen Nutzfläche. Die Rendite generiert sich nicht mehr primär aus den Stromverkauf, sondern aus der Vermeidung externer Stromkosten. Gerade für Industrie und Gewerbe ist dies eine interessante Option, denn hier wird in der Regel genau dann Strom produziert, wenn er auch benötigt wird. Für eine besonders rentable Stromgewinnung hat der Dachspezialist Bauder die durchdringungsfreie, aufschweißbare Unterkonstruktion BauderSOLAR UK FD entwickelt. Als Dachdeckermeister Welling diese auf der Messe sah, erkannte er sofort ihr Potenzial. „Da bei diesem System die Dachabdichtung weder durchbohrt noch beschädigt wird, kann ihre Installation zu keinen undichten Stellen führen. Es muss also nicht mehr abgedichtet werden.“ So werden Arbeitszeit gespart und Risiken vermieden. Das war Bauder besonders wichtig, denn Solarteure verfügen über geringe Kenntnisse zum Dachaufbau und dessen Abdichtung. Im Vordergrund ihrer Aktivitäten steht der Verkauf der Anlage. Dem Dachdeckerbetrieb aber ist wichtig, alle Komponenten für Dachaufbau und Photovoltaikanlage inklusive aller Berechnungen zu Wirtschaftlichkeit und Montage sowie Gewährleistung aus einer Hand zu bekommen. „Das gibt dem Bauherrn und uns Dachdeckern Sicherheit und macht das Ökologische noch ökonomischer.“

Auch für den Neubau passten die Berechnungen für die Stromerzeugung und der Bauherr schuf mit der neuen Anlage eine energieautarke Einheit: „Den Sonnenstrom verkaufen wir zu einem guten und gesicherten Festpreis an unsere Mieter. Das schützt sie vor ständig steigenden Preisen und gibt uns ein Vermietungsplus.“

Auf die Planung kommt es an

Damit die Photovoltaik-Anlage ein Erfolg wird, bedarf es genauer Planung. Am besten eignet sich als Partner ein Hersteller, der alle Komponenten, also Wärmedämmung, Abdichtung und Energiegewinnung, gegebenenfalls auch Begrünung anbietet. Ein Partner, der Bauherr, Architekt und Dachdecker berät, den Dachdecker beliefert, der wiederum den Dachaufbau verlegt und die entsprechende Photovoltaik-Anlage installiert. Das bringt Sicherheit und Gewährleistung aus einer Hand.

Frühzeitige fachliche Beratung schafft dabei Planungssicherheit. Anhand genauer Dachpläne wird ein Belegungsplan erstellt, aus dem hervorgeht, wie viel Leistung auf dem Dach installiert werden kann und wie viel kWh die Photovoltaik-Anlage an dem tatsächlichen Standort auch produzieren wird. Alle Berechnungen, Einweisung und Baustellenbegleitung bietet dabei der Hersteller.

Der Dachaufbau muss passen

Damit aber die Rentabilität der Photovoltaik-Anlage über ihren gesamten Betriebszeitraum sichergestellt ist, muss bereits in der Planungsphase geprüft werden, ob das Dach über den gesamten Zeitraum seine Funktion zuverlässig erfüllen kann und nicht zum Sanierungsfall wird. Eine Photovoltaik-Anlage hält mindestens 25 Jahre. Das Dach muss das auch können.

Die Dachdeckerei Welling & Langener arbeitet seit Gründung 1998 mit Bauder. Seither hat man zusammen schon mehrere 100.000 m² Flachdach abgedichtet. „Für uns ist es wichtig, dass wir uns auf ein Produktversprechen und die Kompetenz der Beratung verlassen können“, so der Firmenchef. Qualität half auch Unternehmer Marcus Ahlers. „37 Jahre lang hatten wir mit dem Flachdach unseres Einrichtungshauses Probleme, drei Mal mussten wir sanieren. Ich wollte endlich etwas Vernünftiges.“ Vor drei Jahren verlegte Welling ihm eine hochwertige Abdichtung auf einem Dämmsystem, das bereits durch die Sanierung viel Energie spart. „Auch ließ die Statik die 12 kg/m² leichte BauderSOLAR UK FD zu, sodass wir seit drei Jahren unseren Strom selbst gewinnen.“ 60 bis 70 % Eigenverbrauch erreicht das Einrichtungshaus mit der 165 kWp starken Photovoltaikanlage.

Alles vom Dachdecker

Die Unterkonstruktion BauderSOLAR UK FD ist für den Einsatz auf großen Industriedachflächen entwickelt worden. „Die Unterkonstruktion lässt sich mittels Manschetten sehr schnell und sicher mit der Dachhaut verschweißen“, so Bauder-Fachberater Manfred Klein. Auf dieser Unterkonstruktion kann nahezu jedes gerahmte Standardmodul über Federklemmung werkzeuglos montiert werden. „Wir bieten aber auch das Komplettsystem an bestehend aus Unterkonstruktion, Modul, Wechselrichter und Kabel. Bei der Gesamtanlagenplanung stellen wir umfangreiche Planungsunterlagen zur Verfügung - mit dem Ergebnis einer optimalen Anlage für höchste Erträge“, erläutert er das Leistungspaket. Dieses Komplettangebot haben Ahlers und Welling genutzt. „Wir sind sehr zufrieden mit dem gesamten Ablauf.“ Einweisungen oder Baustellenbegleitung benötigen die erfahrenen Handwerker längst nicht mehr. Nach dem Einmessen verschweißten sie die Grundfüße mittels Manschetten auf dem Dach, setzten die Unterkonstruktion auf und verriegelten sie mit den Bajonettverschlüssen. Nachdem die Module mit der Klemmtechnik auf den Unterkonstruktionen befestigt waren, verkabelten sie nach Verlegeplan bis zu den Wechselrichtern. Nur der Anschluss an das Stromnetz und die Inbetriebnahme erfolgten durch einen Elektrofachbetrieb.

„Für mich als Bauherr war es sehr wichtig, einen Ansprechpartner für Dachaufbau und Photovoltaikanlage zu haben“, so Ahlers. „Unsere Dächer wurden von Schutz- zu Nutzdächern. Das rechnet sich schon nach kurzer Zeit und wir leisten einen Beitrag für den Umweltschutz.“

Frühzeitige fachliche Beratung schafft dabei Planungssicherheit.

60 bis 70 % Eigenverbrauch erreicht das Einrichtungshaus mit der 165 kWp starken Photovoltaikanlage.