Geothermie in Köln
Als Ressourcenschonende Umwelt-Wärmequelle für die ca. 400 Wohnungen und Einfamilienhäuser der Siedlung Niehler-WohnArt in Köln-Niehl entschieden sich Planer und Auftraggeber (GAG-Köln) aufgrund seiner Mächtigkeit in unmittelbarer Rheinnähe für den Grundwasserstrom.
Genaugenommen liefert freilich die Sonne die Heizwärme: Oberflächennahe Geothermie, zu der Grundwasser gehört, ist nichts anderes als indirekte Solarenergie, da das Wasser seine Temperatur aus der Sonne bezieht.
Nach Abschluss des Bauvorhabens Ende 2009 werden insgesamt 21 Saug- und Schluckbrunnen im Verbund mit acht bis zehn Wärmepumpen die verlangte Heizwärme von 1,7 MW bereitstellen. Das Grundwasser wird gut 80 % beisteuern. Diese Quote verbürgt die Erfahrung des Herstellers Waterkotte, Herne, der bundesweit als Protagonist dieser Heizungstechnik gilt.
Bereits vor 40 Jahren zapfte Klemens Waterkotte Grundwasser und Erdreich mit der Wärmepumpentechnik an. Einer seiner ersten Kunden war der ehemalige niedersächsische Ministerpräsident Dr. Ernst Albrecht. Nach wie vor hält die Geothermie-Installation aus den Kindertagen der Erneuerbaren Energien das Haus warm.
Dieser Tage bescheinigten auch süddeutsche Wissenschaftler den Wärmeerzeugern aus dem Ruhrgebiet hohe Effektivität. Die Energieagentur Offenburg hatte über zwei Jahre verschiedene Wärmepumpen und Energiequellen unter die Lupe genommen und die Typen, wie sie im Quartier Niehler-WohnArt stehen, auf Platz 1 der Siegerliste gesetzt.
Die Jahresarbeitszahl 4,5 erwies sich als unschlagbar. Jahresarbeitszahl 4,5 heißt, dass im Jahresmittel die Waterkotte-Konstruktion eine einzige Kilowattstunde Strom in 4,5 Kilowattstunden Raumwärme verwandeln.



