Farbige Einladung, Eintritt frei
Der Eingangsbereich eines Hauses verbindet innen und außen, kann gefällig oder abweisend wirken, ist der erste und letzte Eindruck, den Bewohner oder Gäste mitnehmen. Ein wichtiges Bauteil also, das von Farbgestaltung profitiert. In der Kür ist viel erlaubt, das Pflichtprogramm stellt klare Anforderungen – so auch bei der Planung.
Pflichtbestandteil Nummer 1 ist die Funktionalität: Dazu gehört, dass sich Besucher und Postboten schnell orientieren können. Eine deutlich platzierte und gut sichtbare Hausnummer, eine übersichtliche Anordnung von Klingelknöpfen, Lichtschaltern, Briefkästen und eine gute Beleuchtung gehören in der Grundplanung berücksichtigt. Zudem ist die Frage nach dem notwendigen Grad der Belastbarkeit der Eingangsflächen zu stellen. Für beanspruchte Flächen wird der Gestalter z. B. auf Buntsteinputze für den farbigen Akzent setzen.
Pflichtbestandteil Nummer 2: Der geplante Eingang muss mit der Fassade, der Architektur des Hauses und der Region in Beziehung stehen – und zwar in jedem baulichen Detail bis hin zu Vordach, Bodenbelag und Bepflanzung.
Regel Nummer 3: Das Gesamtensemble lebt von vielen Details. Grundsätzlich einladend wirkt ein in nicht zu dunklen Farben, mit breiten Stufen und großer Haustür gestalteter Eingangsbereich. Wege aus dunklen Materialien wie schwarzem Granit haben dagegen etwas Abweisendes, sofern sie nicht durch große weite Grünflächen oder andere gefällige Elemente kontrastiert werden. Ein zu heller Bodenbelag, womöglich noch mit glänzend polierter Oberfläche, ist ebenfalls problematisch. Neben der Rutschgefahr vermitteln zu lichte Böden auch psychologisch Trittunsicherheit. Bevor aber solche Feinheiten in Angriff genommen werden, muss die architektonische Grundkonzeption des Hauseingangs stehen.



