Strahlungsheizung

Wärme kommt von oben

Strahlungsheizungen erzielen in fast allen Einbausituationen eine optimale Wirkung. Im Interview erklärt Pionier Josef Blome, wie seine Strahlungsheizung „von der Decke“ funktioniert und wieso sie bei Sanierungen und Neubauten im öffentlichen Raum unbedingt in Betracht gezogen werden sollte.

„Eine Heizung unter der Decke, das kann doch gar nicht funktionieren.“ „Wärme steigt immer nach oben, das weiß doch jedes Kind. Deshalb gehört eine Heizung auch klassisch in den Fußboden oder unters Fenster an die Wand.“ Mit solchen Standardaussagen hat Josef Blome häufig zu tun. Was immer so war, kann ja nicht falsch sein und sollte bestenfalls auch so bleiben, sagen die Befürworter herkömmlicher Heizungsinstallationen. 

Doch Josef Blome lässt sich nicht beirren. Seine Strahlungsheizung Corner, die in der Ecke zwischen Wand und Decke verläuft, hat eigenen Angaben zufolge nicht nur in der Installation große Vorteile. Sie ist auch effektiver, gesünder, angenehmer. Mittlerweile kann der Bad- und Heizungsbauer für seine „Heizung aus der Ecke“ nicht nur wissenschaftliche Daten liefern, die seine Behauptungen bestätigen. 

Aussagen von Nutzern, unter ihnen Mehrfamilienhausmieter oder Bewohner eines Studentenwohnheimes, bestätigen ebenfalls das, was Blome propagiert: Die Strahlungsheizung Corner ist ohne Probleme verlegbar, schafft Platz und bringt wohlige Wärme. Sie ist unauffällig, schafft natürliche und schnelle Erwärmung, ist gesund und sparsam sowie in der Materialnutzung effizient.

Ein Modell, das mit dem Vergleich mit der Sonne einleuchtet: Ihre Strahlen reichen auch Millionen von Kilometern durch das kalte Weltall und wärmen auf der Erde gleichmäßig und auf allen Flächen. Wo das Prinzip Sonne funktioniert, braucht es für eine Heizung wie Corner nur einen kleinen Perspektivwechsel, um sich durchzusetzen.

Was sind die Anforderungen an eine neue und moderne Heizung?
Blome: Eine Heizung sollte einfach und unauffällig in den Raum integriert sein. Sie muss behagliche und gesunde Wärme produzieren, sowie sparsam und effizient arbeiten. Sie muss auf alle Einbausituationen passen, nachrüstbar sein und darüber hinaus auch einfach recycelbar und ressourcenschonend gebaut sein. Das möchte jeder Bauherr.

Wie greift Corner das auf?
Blome: Die Strahlungsheizung passt auf all diese Anforderungen und gibt darauf eine effiziente Antwort: Sie ist komfortabel und liefert behagliche Strahlungswärme. Sie ist sparsam und umweltfreundlich, hat ein Einsparpotential von 20 bis 50 % gegenüber Radiatoren. Sie ist langlebig und liefert hy-gienische und allergikerfreundliche Raumluft. Aber über all das hinaus ist Corner durch ihre intelligente Anbringung in der Raumecke zwischen Wand/Decke architektonisch ein großer Gewinn. Sie arbeitet höchst effektiv, stört aber nicht.

Aber Wärme kommt doch immer von unten und steigt nach oben?
Blome: Das denken viele Menschen, weil sie die herkömmliche Konvektionsheizung mit Radiatoren unter den Fenstern kennen. Nach dem Konvektionsprinzip steigt die erwärmte Luft auf, reißt einen großen Luftstrom mit sich und sammelt die warme Luft im oberen Raumteil. Nachteil: Die Füße sind kalt, der Kopf ist heiß, die Luft ist schlecht, richtig warm wird es auch nicht überall. 

Haben Bauexperten also über hundert Jahre alles falsch gemacht?
Blome: Nein. Denn früher war die Anbringung von Radiatoren unter den Fenstern sinnvoll. Sie wurden seit jeher so eingebaut um die kältesten Stellen, die zugigen Fenster, zu überbrücken. Das ist heute aber durch moderne Fenster gar nicht mehr notwendig. 

Was waren Ihre Grundanforderungen in der Entwicklung?
Blome: Wir haben das von der Seite der Modernisierung gedacht und suchten einen Weg, um möglichst im bewohnten Zustand zu sanieren und dabei von der Technik und Biologie die beste Lösung zu schaffen. Eine Strahlungsheizung war die erste Wahl. Ein einfaches und effektives Prinzip also, das bereits in der Natur funktioniert. Als Fries unter der Decke verlegt vereint Corner dabei alle Vorteile und lässt sich gut und günstig einbauen.

Wie setzen Sie die Anforderungen um?
Blome: Der unschätzbare Vorteil von Corner ist: die Rohrführung entlang der Decke ergibt am meisten Sinn. So kommt das Modell mit wenig Ressourcen aus, ist umweltfreundlich, energiesparend und vor allen Dingen verteilt sie nicht den allergiefördernden Mikrostaub. 

Was ist der Unterschied zwischen Konvektionsheizung und Strahlungsheizung?
Blome: Heizsysteme mit Radiatoren funktionieren nach dem Prinzip der Konvektion. Die Luft wird angesogen, erwärmt und in einem Luftstrom abgegeben. Eine Strahlungsheizung geht von einer Quelle aus und strahlt von dort ab, ihre Wärme wird reflektiert und sorgt dafür, dass sie alle Stellen eines Raumes erreicht. Strahlungswärme basiert auf dem System der Sonne, deren Strahlen auch erst auf der Erde wärmen, wenn sie auf einen Gegenstand treffen.

Wo liegen dabei die Vorteile einer Strahlungsheizung?
Blome: Bei der Konvektion werden kaum Abstrahlungseffekte erzeugt. Fußkälte, geringe Wärmeausbeute und Staubaufwirbelungen sind die Folge. Die Strahlungswärme kommt hingegen mit deutlich geringeren Abstrahltemperaturen aus, hat weniger Verluste, weil sie durch Absorbtion und Teil-Reflektion die Wärme effektiv im Raum verteilen kann. Es werden keine Luftmassen bewegt und somit auch kein Staub aufgewirbelt. Ärzte bestätigen, dass das sehr gesund ist.

Wie greift Corner dieses Funktionsprinzip auf?
Blome: Die Strahlungsheizung verläuft zwischen Wand und Decke, strahlt quasi wie die Sonne von oben in den Raum und erreicht durch ihre Anbringung mühelos alle Ecken und Winkel. Sie ist so effektiv, dass die Rohrdurchmesser bewusst klein gehalten werden können, was die Kosten reduziert. Sie vermeidet alle negativen Effekte der Konvektionsheizung, nutzt die positiven Vorteile der Flächenheizung (Wand, Fußboden) und kombiniert sie mit den Vorteilen der Aufputz-Deckenmontage.

Wie ist Corner aufgebaut und wie wird sie verlegt?
Blome: Wir erschließen die Räume grundsätzlich über die Decke. Dafür brauchen wir nur geringe Wanddurchbrüche, weil die benötigten Querschnitte eher klein sind. Corner besteht aus einem Funktions-Modul sowie der Heizpaneele. Das Funktionsmodul als Herzstück besteht aus einem Raumanschluss komplett mit Ferneinsteller und Befestigungsmaterial für schnelle und unkomplizierte Installation. Die Paneele wird mit kleinen Abstandshaltern wie ein Fries entlang der Ecken einer Raumdecke installiert. Die Verkleidung der Paneele besteht aus speziell beschichtetem Aluminium und strahlt so nur nach unten in den Raum ab.

Die Theorie ist gut, aber funktioniert das auch im Praxiseinsatz?
Blome: Corner setzt alle Versprechungen um und schafft durch die behagliche Form der Wärme sogar noch weitere Vorteile. Alle Flächen weisen eine angenehme Wohlfühl-Temperatur auf. Sie reagiert schnell und punktet mit ihrem Vorteil, dass Sie einfach nicht im Wege steht.

Was belegen die Langzeitmessungen?
Blome: Wir erzielen Heizkostenersparnisse zwischen 20 und 50 %. Das resultiert zum großen Teil aus den geringeren Durchflußmengen, den niedrigeren Temperaturen und der damit geringeren Vorhaltung. Daneben gibt es keine großen Verluste mehr, also keine Wärme, die verpufft. Corner reagiert schnell, benötigt keine Bereitstellung und sorgt für gleichbleibende Strahlungswärme auf allen Flächen. Sie muss weiterhin keine unnötige Speichermasse bereitstellen, sie schaltet bedarfsabhängig ein und aus und strahlt auch in die vom Schimmel bevorzugten Raumecken.

Was sagen die Nutzer?
Blome: Die sind besonders durch die behagliche Form der Wärme begeistert. In der Umbauphase ernten wir oft erstaunte Fragen. Denn während wir Corner mit ganz sparsamen Eingriffen in den Gebäuden installieren, bleiben die alten Systeme zunächst in Funktion, deshalb kann auch im Winter modernisiert werden. Die Installation unter der Decke kommt ohne große Möbelaktionen aus, Dreck und Staub halten sich in Grenzen. Und wenn umgeschaltet wird, funktioniert es sofort.

Was sagen die baulichen Daten?
Blome: Corner ist einsetzbar bei Gebäuden gem. der WSchVO 1977 oder besser. Ihre Wärmeleistung liegt bei etwa 80 Watt bei 60/50/20, sie ist für alle Vorlauftemperaturen von 30-70°C geeignet. Die Druckstufe beträgt PN 6, es erfolgt ein einfacher hydraulischer Ausgleich.

Energie, Effzienz, Ressourcennutzung, wo lohnt sich die Strahlungsheizung?
Blome: Sie rechnet sich in allen Räumen, ob Neubau oder Modernisierung. Durch die flexiblen Montagemöglichkeiten sind selbst große Räume gut zu beheizen. Auch abgehängte Decken stellen durch den besonderen Aufbau des Heizpaneels, das nur nach unten hin Wärme abgibt, kein Problem dar. Effektive Energieausbeute besteht dabei aus wenig Wärmeverlusten, wenig Materialverbrauch, einer platzsparenden Installation sowie geringen Kosten. Corner ist beim Ausbau schnell wieder in einzelne Fraktionen zerlegt und somit voll recycelbar.

Wer kann die Heizung einbauen?
Blome: Corner wird vom Heizungsbauer montiert oder eingebaut. Die erforderliche Planung, die Berechnung der Heizlast, die Auslegung des Rohrnetzes und die erforderliche Bauzeichnung erledigt das Ingenieurteam der Systemtechnik und zwar für den Kunden kostenlos. Außerdem stellen wir ebenfalls kostenlos einen Tandemmonteur für die Erstinstallation zur Verfügung. So hat der Kunde größtmögliche Sicherheit.

Wo und wann ist Corner die beste Wahl?
Blome: Das ist keine Frage der Funktion, sondern der Entscheidung. Corner als Strahlungsheizung unter der Decke funktioniert mit allen Vorteilen. Den einzigen Mut erfordert sie bei der Entscheidungsfindung dadurch, dass sie anders ist, als alles Bisherige. Aber sobald sie läuft, fallen alle Bedenken angesichts der großen Vorteile zur Seite. Die Heizung ist immer eine Wahl, wo sich Menschen wohlfühlen wollen. Das gilt sowohl für Wohnungen und Büros, als besonders auch für Hotels, Kitas, Heime und Schulen.

Weiterhin ist sie dort eine erste Wahl, wo überalterte Heizungen modernisiert werden müssen. Das gilt für Einrohrheizungen, Fußbodenheizungen die nicht korrekt arbeiten oder Nachtspeicherheizungen. Für den Plattenbau ist Corner deshalb auch wegen der vielen Einrohrheizungen wie geschaffen und bereitet dem Problem der Heizkostenverteilung ein sofortiges Ende.

Das Gespräch führte der freiberufliche Journalist (DJV) Christian R. Schlichter, Paderborn.

Gleichbleibende Wohlfühlwärme

Corner-Erfinder Josef Blome (70) ist Unternehmer und Handwerksmeister TGA. Der Westfale aus Paderborn ist mehrfacher Handwerksmeister, Urheber von zahlreichen Erfindungen und Schutzrechten, Patenten, Gebrauchsmustern, Design- und Markenrechten. Eines davon ist sein Blome-Badmodernisierungskonzept, mit dem sich eine komplette Badsanierung durch eine Person binnen einer Woche im bewohnten Zustand durchführen lässt.

Vorläufer von Corner war eine Speicherdecke zur Regulierung der Luftfeuchtigkeit in Nassbereichen. 1985 war Corner noch eine Wandheizung für die Dusche, um Schimmelbildung abzuwenden. Schnell erkannte Blome die Einschränkungen und experimentierte weiter: Anpassungen, Beobachtungen, Messungen. Blome erkannte das Potenzial und entwickelte Corner seit 2000 konsequent als Gesamtsystem.

Das Wichtigste daran war ihm die Evaluation der langjährigen Erfahrungen und Beobachtungen: Hielten sie kritischen Messungen stand? Im Labor bestätigte sich, was mit Corner beabsichtigt war: Gleichbleibende Wohlfühlwärme in jedem Winkel des Raumes.

Kontakt

Corner GmbH
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