Modulares Bauen birgt Risiken

Der Teufel steckt im Detail  

Bauherren müssen beim modularen Bauen besonderes Augenmerk auf die Detail- und Ausführungsplanung richten. Denn der Teufel steckt bei der Methode im Detail.

Die einzelnen Module sind in der Regel innerbetrieblich auf Qualität geprüft und gewährleisten guten Wärme- und Feuchteschutz. Die systematische Herstellung der Elemente gewährt dabei meistens einen hohen Ausführungsstandard und geringe Maßabweichungen und Toleranzen. Fehler oder technisch unausgereifte sowie gestalterisch unschöne Details können aber an den Schnittstellen entstehen: Schwachstellen sind die Übergänge von einem Modul zum nächsten und die Anbindungen an den nächsten Gebäudetrakt. Sind diese Stellen nicht umfänglich und detailliert geplant, wird dann oft zu einfachen, weder architektonisch noch technisch ausgereiften Vor-Ort-Lösungen gegriffen, die sowohl den Nutzen als auch das Gesamtbild des Modulbaus negativ prägen.

Deshalb empfehlen Fachleute hier eine Detail- und Ausführungsplanung mit Maßstäben bis 1:1 wie es die HOAI (Honorarordnung für Architekten und Ingenieure) im Einzelfall auch vorsieht. Für die Umsetzung einer qualitativ hochwertigen Ausführung dieser Detailplanung ist besonders hier der Einsatz von Fachbetrieben erforderlich. Denn ist ein Modul einmal hergestellt und sogar verbaut, ist eine begleitende Immobilienprüfung zur Abnahme und Mängelfeststellung durch einen Sachverständigen schwierig oder gar nicht mehr möglich.